Auktionsbilanz Frankreich
Artcurial überholt Christie’s

Die Einnahmen für Luxusautos wiegen Einbußen anderer Segmente auf dem französischen Auktionsmarkt auf. Spuren in der Bilanz hinterlässt auch die Verlagerung der Versteigerungen von Asiatika nach Hongkong.
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ParisDie Pariser Auktionshäuser nahmen im Vorjahr insgesamt 1,052 Milliarden Euro ein. Damit haben sie um rund 34 Millionen Euro mehr eingenommen als im Vorjahr. Dieses Gesamtergebnis trügt jedoch, weil sich Bonham's im Jahr 2013 weigerte, den Pariser Umsatz für seine Luxuslimousinen-Versteigerung bekannt zu geben, ihn jedoch in 2014 mitteilte.

Der Kampf auf dem expandierenden Oldtimer-Sektor wird in Paris ausgetragen. Dort setzte das kanadische Haus RM Auctions im Vorjahr 17,6 Millionen Euro um, gefolgt von Bonham's mit 17 Millionen Euro. Artcurial-Motorcars punktete mit 29 Millionen Euro, die in der Jahresbilanz von Artcurial-Briest-Poulain-F.Tajan inbegriffen sind. Artcurial ist dank Auktionator und Rennfahrer Hervé Poulain seit40 Jahren Pionier auf diesem Gebiet. Die 63,6 Millionen Euro, die Liebhaber für Oldtimer und Rennwagen springen ließen, glichen locker die Einbußen auf anderen Segmenten des Pariser Auktionsmarktes aus.

Artcurial überholt Christie’s

Auf dem Auktionsmarkt zeichneten sich auch andere Verschiebungen im Warenaufkommen ab, mit entsprechenden Folgen für das Pariser Ranking. Sotheby's verzeichnete in Paris – wie übrigens auch weltweit – sein bestes Jahresergebnis. Es setzte 213 Millionen Euro um.

Sowohl Sotheby's als auch Artcurial-Briest-Poulain-F.Tajan wachsen auf Kosten der im Hôtel Drouot zusammengeschlossenen Versteigerer. Sie rangieren nun auf Platz zwei und drei hinter den 74 Drouot-Auktionatoren (375 Millionen Euro). Das heißt, dass Artcurial (mit 192 Millionen Euro) erstmals höhere Umsätze bekannt gibt als das Auktionshaus Christie's, das 180,9 Millionen Euro einnahm, etwa 8 Millionen Euro weniger als im Jahr davor.

Zum Kaschieren dieser Umsatzminderung legt Christie's seine Privatverkäufe von 21,6 Millionen Euro in die Waagschale und gibt 202,5 Millionen Euro „Verkäufe“ bekannt. Da Sotheby's seine Privatverkäufe nur in die weltweite Jahresbilanz integriert, fühlte sich Frankreich-Generaldirektor Guillaume Cerutti gemüßigt anzudeuten, Sotheby's habe zwischen 15 bis 20 Prozent Privatverkäufe getätigt.

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Rekorde für Asiatika eher in Hongkong

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