Auktionsvorschau
Schamvolle Venus bei Van Ham

Eine größere Sammlung von Lüpertz-Arbeiten und eine Sammlung eleganter Pendeluhren aus Paris charakterisieren das Herbstangebot des Akutionshauses Van Ham.
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KÖLN. Besitzer Alter Kunst sind konservativer als solche zeitgenössischer Werke. Diesen Schluss legt jedenfalls ein Blick in die entsprechenden Kataloge des Kölner Auktionshauses Van Ham nahe.

Das Angebot an Alten und Neueren Meister am 20. November ist offensichtlich von der Zurückhaltung der Einlieferer geprägt. Während beim Kunsthandwerk (19./21.11.) eine Berliner Sammlung Pariser Pendeluhren vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1840 von 950 bis 5000  Euro durchweg moderat bepreist ist, beruhen Schätzungen der wenigen Glanzstücke der Malerei zumeist auf ambitionierten Erwartungen der Einlieferer.

So ist für eine vergleichbare orientalische Kriegerszene von Adolf Schreyer zuletzt 2007 ein Preis in Höhe der jetzt erwarteten 95 000 bis 120 000 Euro erzielt worden. Eine genrehafte "Kaffeegesellschaft" von Johann Sperl ist mit 80000  bis 90 000 Euro gar auf Rekordkurs. Das Potential für die taxierten 95 000 bis 100 000 Euro hat hingegen Nikolaj Egorovic Sverchkovs "Ausfahrt des Leibhusarenregiments". Allerdings ist fraglich, ob die anvisierten russischen Sammler wieder konsumfreudig in Kunst aus der Heimat investieren. Seit vergangenem Herbst jedenfalls haben sie die teuren Werke des Künstlers ignoriert.

Anders sieht es hingegen bei der Moderne und den Zeitgenossen aus, die am 3. Dezember zum Aufruf kommt. Aus einer Sammlung kommen unter anderem allein 22 Werke von Markus Lüpertz im ersten Teil der Auktion unter den Hammer, darunter Pastelle und Gouachen ab 1500 und Gemälde bis 30 000 Euro. Im zweiten Teil sind dann noch einmal rund 40 Lüpertz-Arbeiten um 1000 Euro dabei.

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