Ausblick auf 2010
Kunst für 365 Tage

Es gibt viele Gründe, 2010 zu verreisen. Einer der schönsten sind Ausstellungen, die aufregen und anregen. Wir haben uns für Sie umgeschaut.
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Meissen - Barockes Porzellan
Museum f. Angewandte Kunst, Köln

Bemaltes Porzellan - das war ein Luxus, für den sich die Herrscher des 18. Jahrhunderts bis aufs Hemd auszogen. August der Starke (1670-1733), Kurfürst von Sachsen und König von Polen, wurde als Erster schwach und gründete eine Manufaktur. Das ist genau 300 Jahre her. (24.1. bis 25.4.)

Robert Mapplethorpe
NRW-Forum, Düsseldorf

Boykottiert, zensiert, geschlossen wurden die Ausstellungen des amerikanischen Fotokünstlers Robert Mapplethorpe (1946-1989). Warum - das zeigt diese Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum. In aller Offenheit führt sie alle, auch die berüchtigten, Bereiche seines Schaffens vor. (6.2. bis 15.8.)

Henri Rousseau
Fondation Beyeler, Basel

Einen regenscheuen Tiger - so etwas konnte nur Henri Rousseau (1844-1910) malen. Der Mann, der von Beruf Zöllner war, gehörte nicht nur zu den beliebtesten Künstlern der frühen Moderne. Er war auch erfinderisch und einflussreich. (7.2. bis 18.4.)

Die Türckische Cammer
Residenz, Dresden

Die Türckische Cammer, eine der prachtvollsten Sammlungen orientalischer Kunst, kehrt zurück ins Dresdener Residenzschloss. Über mehrere Jahrhunderte trugen die sächsischen Herrscher die exotischen Kunststücke zusammen, nicht immer mit diplomatischen Methoden. (Ab März)

Neo Rauch - Retrospektive
Pinakothek der Moderne, München
Museum der Bildenden Künste, Leipzig

Er ist der Meister unheilschwangerer Bildwelten: der Leipziger Maler Neo Rauch. Auf seinen Bildern verstricken sich anachronistisch gewandete Figuren in paranoide Zwangshandlungen, während neben ihnen kleine Dinge zerfließen und Räume sich in reine Malerei auflösen. Höchste Zeit, sich das genauer anzuschauen. (20.4. bis 15.8.)

Ernst Ludwig Kirchner
Städel Museum, Frankfurt

Das Städel hat nicht nur die bedeutendste Kirchner-Sammlung weltweit. Hier fand auch die erste Museumsausstellung der Expressionisten statt. Den schönsten Grund, ihm eine Retrospektive zu widmen, lieferte der Künstler selber. In einem Brief an das Museum heißt es: "Ich staune über die Kraft meiner Bilder im Städel." (23.4. bis 25.7.)

Ruhrblicke
Zeche Zollverein, Essen

Der "Pott" kocht wieder, allerdings eher kulturelle statt schwerindustrielle Erzeugnisse. Dafür sorgt das Programm der Kulturhauptstadt Europas "Ruhr2010". Ein Projekt verspricht besonders interessant zu werden, da es um eine Bestandsaufnahme von Lebensbedingungen geht. Elf renommierte Fotokünstler machen sich eigens dafür ans Werk. (24.4. bis 24.10.)

Frida Kahlo - Retrospektive
Martin-Gropius-Bau, Berlin

Drei Jahre nach ihrem 100. Geburtstag ist das Werk der mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954) endlich einmal in größerem Umfang zu sehen. 120 Leihgaben aus mexikanischen Privatsammlungen und nordamerikanischen Museen machen es möglich. Mehr über ihr dramatisches Leben verraten die Fotos aus Familien- und Freundesbesitz. (30. 4. bis 9.8.)

Picasso Kunsthaus Zürich

Picasso hatte seine erste Retrospektive 1932 im Kunsthaus Zürich. Das weiß kaum einer. Für die Geschichte der modernen Kunst war sie aber ein wichtiges Ereignis, zumal der Künstler seine Ausstellung selber kuratierte. Mit nur 60 der damals gezeigten Werke versucht Zürich, den sehr persönlichen Blick des Künstlers auf das eigene Werk nachzuzeichnen. (15.10. bis 30.1.2011)

Cool and Hot. Julius Shulman Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim

Der Kalifornier Julius Shulman war ein Fotograf, der aus Häusern Ikonen machte. In den dreißiger Jahren begann er zu fotografieren - alles, was in der Architekturgeschichte der Moderne Rang hatte. In Mannheim können 200 seiner formvollendeten Lichtbilder endlich einmal im Original betrachtet werden. (17.10. bis 20.2.2011)

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