Ausstellung „Add Art“: Kunst wird zum hochsinnlichen Erlebnis

Ausstellung „Add Art“
Hamburger Firmen zeigen ihre Kunstsammlung

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Kunst wird zum hochsinnlichen Erlebnis

Ein Höhepunkt der „Add Art“ ist sicherlich die Sammlung der Rechtsanwaltskanzlei „Buse Heberer Fromm“. Einer der Partner war mit dem Enfant terrible der Kunstszene, mit dem Aktions- und Objektkünstler Dieter Roth (1930-1998) befreundet, gab ihm Wohnung und kaufte immer wieder Arbeiten an. Entstanden ist so die weltgrößte Sammlung von Dieter-Roth-Arbeiten. In sämtlichen Stockwerken der Kanzlei und in einem großem Pavillon im Garten sind die faszinierenden Arbeiten des Tausendsassas der Künste präsent. Wer wissen will, was passiert, wenn eine Banane durch eine Druckerpresse gedrückt wird oder erfahren möchte, wie sich der berühmte Wursthorizont aus den späten 60er Jahren, eine Wurstscheibe in Kunststoff-Folie eingeschweißt, aktuell entwickelt: Hier hat er die Möglichkeit dazu. Hinter einer Metalltür im Keller sind sogar noch die Reste des berüchtigten Schimmelmuseums von Dieter Roth zu bestaunen – und zu riechen. Kunst wird ganz unerwartet zum hochsinnlichen Erlebnis, in einer sonst doch eher nüchternen Anwalts-Kanzlei. Dass hier auch Kunstrecht zu den Arbeitsgebieten gehört, ist naheliegend.

Nicht nur Banken wie die teilnehmende ortsansässige Sparkasse oder, glanzvoll und umfangreich, die Hamburger HypoVereinsbank haben eben Sammlungen. Die „Add Art“ zeigt, wie viel mehr es an Kunst mit Museumsqualität in der Hansestadt gibt. Und nach den zwei Tagen des Schauens und Entdeckens können sich die Besucher dann selber einen Reim darauf machen, wie segensreich das Verhältnis von Kunst und Unternehmen ist: Eine belle Alliance ohne Waterloo. Wenn sich das neue Format bewährt, soll es auch in weiteren Städten zum Leben erweckt werden. 

Die Teilnahme an den Besichtigungen ist nur nach vorheriger Online-Anmeldungen unter www.addart.de möglich. Die Podiumsdiskussion am 2. November über „Warum Kunst und Wirtschaft zusammengehören“ im Bucerius Kunst-Forum am Rathausplatz kann ebenfalls nur nach einer Online-Anmeldung besucht werden.

Die „Add Art“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für Musik und Theater (Fachbereich Kultur- und Medienmanagement), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), der Handelskammer Hamburg, des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. und der newskontor GmbH.

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