Ausstellung
Dolly Buster und der Fluch des alten Jobs

Dolly Buster hat ein Problem. Die ehemalige Pornodarstellerin will sich als ernsthafte Malerin präsentieren und verlangt einen objektiven Blick auf ihre Werke. Ganz aus ihrer Haut heraus kann sie beim Malen aber nicht.
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FürthDolly Buster? Richtig, das ist die als Pornodarstellerin bekanntgewordene Blondine, die mittlerweile zwar nicht mehr dreht, aber noch als Produzentin in der Erotikbranche erfolgreich ist. Eine Kunstgalerie in Fürth hat ihre Eröffnung in neuen Räumlichkeiten nun mit einer Schau von Dolly Busters Werken gefeiert.

Eine Kunstgalerie? Richtig. Dolly Buster ist eine begeisterte Malerin, hatte vor dem Fall des Eisernen Vorhangs in Prag an der staatlichen Kunstschule Unterricht genommen und von 2006 an Kurse an die Kunstakademie Düsseldorf besucht. Natürlich - Dolly Busters Gemälde sind keine erotikfreie Zone. Nackte Brüste, ein nackter Po, laszive Körper, rote Lippen. Aber alles wirkt dezent, kommt nicht marktschreierisch oder ordinär daher.

„Ich war überrascht von der Qualität der Bilder“, sagt Galeristin Heidrun Kannegiesser, die zugibt: „Bei Dolly Buster denkt man nicht zuerst an Gemälde.“ Buster sei jedoch, so findet sie, ein „verstecktes Talent“, das sich jetzt auf die große künstlerische Bühne wage. Zwischen 3000 und 7000 Euro muss man bezahlen, um sich einen echten „Buster“ ins Wohn- oder Schlafzimmer hängen zu dürfen.

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