Baxmeier bereitet Zweiteiler für ProSieben vor: Gewinnchancen für zwei deutsche Kurzfilme

Baxmeier bereitet Zweiteiler für ProSieben vor
Gewinnchancen für zwei deutsche Kurzfilme

Die Regietalente Florian Baxmeier und Katja Esson sind mit ihren Werken für den Oscar nominiert. Doch können beide Filmer bereits schon jetzt auf eine kleine Erfolgsgeschichte verweisen: Während Baxmeier einen Studenten-Preis erhielt, verkaufte Esson die Inhalte ihres Films bereits an einen US-Sender.

HB HOLLYWOOD. Zwei deutsche Nachwuchstalente haben in diesem Jahr die große Chance in der Kategorie "Kurzfilm" den begehrten Oscar-Preis mit nach Hause zu nehmen. Dabei ist der 20-minütige Spielfilm „Die rote Jacke“ von Florian Baxmeier (29) ist in Sachen Oscar bereits vorbelastet, hat er doch bereits im vorigen Jahr den Studenten-Oscar gewonnen. Neben diesem Spielfilm ist ein weiteres Produkt aus Deutschland nominiert. Der Dokumentarfilm „Ferry Tales“ von Katja Esson (38) ist das Produkt der vollkommen unabhängigen kreativen Arbeit einer Clique von deutschen Frauen in New York.

In „Ferry Tales“ (der Titel ist ein Wortspiel mit dem englischen ferry/Fähre und fairy tale/Märchen) erzählen ganz normale Frauen ihre eigenen Geschichten. Sie treffen sich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit auf der Fähre von Staten Island nach Manhattan. Oft sind sie noch gar nicht fertig gestylt. Beim Umziehen, Schminken und Frisieren vor dem Spiegel in der Damentoilette des Schiffes tauschen sie alltäglich Erfahrungen und Geheimnisse aus. „Unser Film kommt eher leicht daher, man kann lachen, aber es ist auch ein ernster Film“, sagt Katja Esson. Die gebürtige Hamburgerin und ihr Team von sechs in New York lebenden deutschen Freundinnen aus Hamburg, Berlin und Erfurt haben den „Ferry Tale“-Stoff schon an den amerikanischen Sender HBO verkauft, der daraus möglicherweise eine Serie machen will.

„Die rote Jacke“ mit dem Schauspieler Ulrich Noethen dreht sich um einen Vater in Hamburg, dessen Sohn tödlich verunglückt ist, und ein Waisenkind aus Bosnien. Der kleine Bosnier erhält mitten im Krieg die Chance zu einem neuen Leben - durch die rote Jacke des toten Jungen aus Deutschland. Regisseur Baxmeier aus Essen, Markus Kanter (Kamera), Elke Schucht (Drehbuch) und Kai Lichtenauer als Produzent haben mit dieser gemeinsamen Arbeit ihr Film-Diplom an der Universität Hamburg gemacht. Der Hochschul- Abschlussfilm entstand mit Unterstützung der Filmwerkstatt Hamburg. Baxmeier bereitet zur Zeit einen Zweiteiler für den Fernsehsender ProSieben vor, den Abenteuerfilm „Das Blut der Templer“. „Mit viel Action“, sagt Baxmeier. „Da kann ich mich noch einmal richtig austoben bevor ich 30 werde.“

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