Kultur + Kunstmarkt
Berlin plant „Museumsinsel der Moderne“

Am Berliner Kulturforum zwischen Philharmonie, Gemäldegalerie und Neuer Nationalgalerie soll eine „Museumsinsel der Moderne“ entstehen. Die bereits bestehenden Gebäude berühmter Architekten wie Hans Scharoun oder Mies van der Rohe sollen mit neuen Bauten zu einem Komplex für die europäische Kunst des 20. Jahrhunderts zusammengeführt werden, sagte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, am Donnerstag bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Entwürfen für die Neugestaltung des Areals.

dpa BERLIN. Am Berliner Kulturforum zwischen Philharmonie, Gemäldegalerie und Neuer Nationalgalerie soll eine „Museumsinsel der Moderne“ entstehen. Die bereits bestehenden Gebäude berühmter Architekten wie Hans Scharoun oder Mies van der Rohe sollen mit neuen Bauten zu einem Komplex für die europäische Kunst des 20. Jahrhunderts zusammengeführt werden, sagte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, am Donnerstag bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Entwürfen für die Neugestaltung des Areals.

Allerdings habe die Vollendung der Museumsinsel in der Alten Mitte Berlins mit den Schätzen der Antike und den alten Meistern oberste Priorität, sagte Schuster. Das Kulturforum, das von den großen Touristenströmen am Potsdamer Platz weitgehend abgeschnitten ist und niedrige Besucherzahlen hat, könne erst in einer „ganz langen Zeitschiene“ umgebaut werden.

Berlins Baudirektor Hans Stimmann bekräftigte die Pläne des Senats für eine kulturell-gewerbliche Nutzung des Forums. Erst wenn ein städtebauliches Konzept vorliege, könne die Planung für konkrete Bauten beginnen, sagte Stimmann. In den Neubauten auf dem Kulturforum sollen auch Läden und Restaurants entstehen. In seiner jetzigen Gestalt sei das Kulturforum ein „Elefantenfriedhof berühmter Architekten“ mit vereinzelten Gebäuden ohne Beziehung zueinander. Zum Konzept zähle ein Museumsplatz anstelle der „Piazzetta“, die als steinerne Rampe heute die Gemäldegalerie verdecke. Die Finanzierung des Umbaus müsse von privater Hand getragen werden.

Entgegen den Plänen Scharouns aus den 60er Jahren soll die Fläche zwischen Nationalgalerie und Philharmonie frei bleiben. Scharoun hatte für den Platz ein Gästehaus für Künstler vorgesehen. Diesen Entwurf will eine Initiative um den früheren Scharoun-Mitarbeiter Edgard Wisniewski realisieren. Die offene Seite des Geländes soll nach Senatsplänen von einem Arkadenbau begrenzt werden. Es gebe bereits Gespräche mit Architekten. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden, sagte Stimmann.

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