Berlinale
Filmkulisse Berlin

Bei Regisseuren ist die deutsche Hauptstadt als Filmkulisse extrem beliebt. Und das nicht erst seit kurzem. Bereits lange vor aktuellen Erfolgsstreifen wie „Das Leben der Anderen“ und „Sommer vorm Balkon“ schrieb Berlin zum Beispiel zu Zeiten des kalten Krieges Filmgeschichte. Eine filmische Stadtführung.

HB BERLIN. Das Haus, das mittlerweile Millionen Kinobesucher aus dem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ kennen, liegt in einer unscheinbaren Seitenstraße. Seine graue Fassade mit den blinden Scheiben blickt trostlos auf die Wedekindstraße in Berlin- Friedrichshain. Hier scheint sich seit der Wende kaum etwas verändert zu haben. Ein deprimierender Ort, der den Machern für den Oscar nominierten Erfolgsstreifens jedoch wie gemacht erschien für einen Film über den DDR-Geheimdienst. Hier in Haus Nummer zwölf leben die Filmfiguren Georg Dreyland und Christa-Maria Sieland, die im Film rund um die Uhr von der Staatssicherheit überwacht werden.

Bei Regisseuren ist die Hauptstadt als Filmkulisse beliebt: „Berlin ist kontrastreich wie keine andere Stadt“, fasst Burkhard Heyl die Attraktivität zusammen. Während der Berlinale bietet der in Berlin lebende Schauspieler zweistündige Stadtrundfahrten zu den Original-Schauplätzen vieler bekannter Filme an. Dank ihrer Vielseitigkeit eigne sich die Metropole als Drehort für so unterschiedliche Produktionen wie „Lola rennt“, „Die Bourne Verschwörung“, „In 80 Tagen um die Welt“ und „Sommer vorm Balkon“.

Vor allem zu Zeiten der deutschen Teilung beflügelte Berlin die Fantasien der Filmbranche. Der „Checkpoint Charlie“, der damals den amerikanischen vom russischen Sektor trennte, taucht gleich in mehreren Filmen über den Kalten Krieg auf. So überquert Roger Moore als James Bond in „Octopussy“ genauso wie Michael Caine in „Finale in Berlin“ an dieser Stelle die Grenze zu Ostberlin, die auch im Spionagethriller „Der Spion der aus der Kälte kam“ eine Rolle spielt. Auch heute noch wird der „Ost-Charme“ von Alexanderplatz, Karl-Marx- Allee und Leipziger Straße für Filme wie „Good Bye, Lenin!“ oder „Sonnenallee“ verwendet.

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