Biennale Venedig: Den Zustand der Welt reflektieren

Biennale Venedig
Den Zustand der Welt reflektieren

Karl Marx hat es in die Sphären der Kunst geschafft. Auf der 56. Biennale in Venedig wird sein „Kapital“ zur Non-Stop-Performance. Die traditionsreiche Kunstschau beginnt im Mai.
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MünchenDer neue Trend zur Politisierung der Kunst bestimmt Venedigs großer Kunstschau. Das war kürzlich in München auf der ersten Pressekonferenz zur 56. Biennale di Venezia zu vernehmen. Der diesjährige Leiter der traditionsreichen Kunstschau, der 52jährige Nigerianer Okwui Enwezor, beschrieb sein Konzept als eine Neubewertung der Beziehung zwischen Künstlern und den brennenden Problemen unserer Zeit.

Dazu zählt er die globalen geopolitischen Konflikte ebenso wie Umweltzerstörung und sozio-ökonomische Entwicklungen.

Die starke politische Ausrichtung der diesjährigen Biennale zeigt sich nicht nur in Arbeiten wie der Peter Friedls schon 2006 beendeten „Theorie of Justice“, Hans Haackes „Anthologie of Polls“ oder John Akomfrahs Dreikanal-Videoinstallation „Vertigo Sea“ über die Zerstörung der Meere. 136 Künstler aus 53 Ländern wurden eingeladen, ihre Ideen unter dem Motto „All the World´s Futures“ vorzustellen.

Dazu zählen der britische Videokünstler Isaak Julien, der schon vor fünf Jahren mit dem Video „Small Boats“ die Not von Flüchtlingen thematisierte, aber auch die indische Konzeptkünstlerin Mariam Suhail und der südafrikanische Maler Kay Hassan. Er changiert zwischen afrikanischer Tradition und Moderne.

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