Bikram Yoga
Wasser marsch!

Bikram Yoga ist die heißeste Form des Yoga überhaupt. Und es lockt immer mehr Menschen auf die Matte. Rund 600 Studios haben inzwischen weltweit eröffnet.

HB BERLIN. Der beste Platz ist der in Türnähe. Da zirkuliert die Luft wenigstens noch ein bisschen. Ansonsten herrscht tropische Hitze im Raum: Satte 38 Grad. Männer und Frauen in knappen Hosen und Leibchen haben Handtücher über ihre Matten gebreitet, daneben große Wasserflaschen gestellt.

Ohne Wasser geht hier gar nichts, denn Bikram Yoga ist die heißeste Form des Yoga überhaupt. Nach 30 Minuten Verrenkung ist jeder der Teilnehmer, ob erfahren oder nicht, von einem Schweißfilm überzogen, nach 60 Minuten hat jeder ein leuchtend rotes Gesicht, und nach 90 Minuten verlangt es jeden dringend nach Dusche und Deo.

„Mein Gott, noch nie habe ich in meinem Leben so geschwitzt“, ist der Satz, den die Berliner Trainerin Beate Fink von allen Anfängern hört. Die agile Rothaarige sagt lachend: „Ich selbst habe das auch gesagt.“

Bikram Yoga entzaubert: Nichts hat es mehr gemein mit Lotussitz und geschlossenen Augen, nichts mit kontemplativer Stille. „Leichtathletik in der Sauna“ spotten Kritiker und richten ihren Groll gegen einen Sprüche klopfenden Inder in Los Angeles: Im Glitzerhemdchen und mit Show praktiziert der beinahe 60-jährige Bikram Choudhury seine eigene, eigenwillige Yoga-Variante – und die Zahl der Begeisterten wächst.

Rund 600 Studios haben inzwischen weltweit eröffnet, davon die meisten in den USA. In Deutschland gibt es noch keine zehn Studios. Doch auch hier beginnen sich die Dehnungswilligen zu mehren.

Den Zulauf sehen die Anhänger darin begründet, dass gerade nicht das Spirituelle im Vordergrund steht: „Bei Yoga gibt es ja dieses Klischee: Junge, schlanke Frauen verbiegen sich mit ernsten Gesichtern. Das schreckt viele doch eher ab“, sagt der Hamburger Yogi Hans Lamberti.

Seite 1:

Wasser marsch!

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%