Bollywood in New York
Neu im Kino: "Indian Love Story"

Sie heißt Naina, ist 23 und liebt aus tiefstem Herzen Aman. Der jedoch ist krank, er wird nur noch ein paar Wochen leben, was er aber, weil er ein feiner Mensch ist, Naina nicht sagt: Er lügt sie an und sagt, er sei leider schon verheiratet.

Worauf sie erst mal zusammenbricht. Er auch. Das ist der Stoff, aus dem Melodramen gemacht werden. In diesem Fall kommt der wunderschöne Kitsch aus Indien und heißt Bollywood - was eine Mischung ist aus Bombay und Hollywood. Dieses Bestseller-Kino ist nicht nur in Indien populär, es hat in den letzten Jahren überall um sich gegriffen, auch bei uns. Mainstream, mal anders.

Gedreht wird mit indischen Stars, aber nicht mehr nur in Indien, auch in der Schweiz oder, wie in diesem Film, in New York. Naina lebt in einem indischen Viertel in Queens, kümmert sich um ihre Familie, die Großmutter, die Mutter, die Geschwister, ein verhärmtes Mädchen, das erst aufblüht, als die Liebe in ihr Leben tritt. Aman ist ein gutgelaunter Junge aus der Nachbarschaft.

Dieses Minderheiten-Milieu wird ohne alle sozialen Aspekte einer Minderheit gezeichnet. Mehr noch: New York sieht aus wie eine indische Metropole. Der Film könnte überall spielen. Regisseur Nikhil Advani (der in Indien lebt und mit seinem Team zu den Dreharbeiten nach New York reiste) inszenierte bemerkenswert routiniert, effektvoll und modern, mit guten Dialogen und mitreißender Musik. Bollywood in New York: eine merkwürdige, zuweilen faszinierende Mischung. Taschentuch mitnehmen!

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