Kultur + Kunstmarkt
Botschafterin deutscher Kultur startet zu letzter Osteuropa-Etappe

Unter dem Titel „Unsere Frau ins Minsk“ bereist die Berliner Künstlerin Antje Schiffers seit März Osteuropa und wirbt für die deutsche Kultur. Im Koffer hat die 37-Jährige Dinge, die repräsentativ für die Bundesrepublik stehen sollen: eine Flasche Riesling, eine CD mit Beethovens 9. Sinfonie, eine Ausgabe des Deutschen Einkommensteuergesetzes und eine Stiege Braunkohle. „In Mazedonien haben die Leute verwundert an dem Kohlebrikett gerochen, aber sie konnten nichts damit anfangen“, sagte Schiffers am Donnerstag vor ihrer Abfahrt nach Rumänien und Moldawien.

dpa LEIPZIG/BERLIN. Unter dem Titel „Unsere Frau ins Minsk“ bereist die Berliner Künstlerin Antje Schiffers seit März Osteuropa und wirbt für die deutsche Kultur. Im Koffer hat die 37-Jährige Dinge, die repräsentativ für die Bundesrepublik stehen sollen: eine Flasche Riesling, eine CD mit Beethovens 9. Sinfonie, eine Ausgabe des Deutschen Einkommensteuergesetzes und eine Stiege Braunkohle. „In Mazedonien haben die Leute verwundert an dem Kohlebrikett gerochen, aber sie konnten nichts damit anfangen“, sagte Schiffers am Donnerstag vor ihrer Abfahrt nach Rumänien und Moldawien.

Das von der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (Gfzk) und der Bundeskulturstiftung initiierte Projekt soll helfen, Vorurteile abzubauen und Klischees zu korrigieren. Bei ihren Reisen sprach Schiffers deshalb unter anderem an einer Hochschule in Minsk und wurde von mehreren bulgarischen Familien zum Diskutieren eingeladen. „Sehr überrascht war ich von Bulgarien, einem aus meiner Sicht schönen Land, dessen Bewohner sich aber verkannt fühlen“, sagte Schiffers, und weiter: „Ein junger Mann stellte sich vor meine Kamera und meinte: "Wir sind das letzte Loch in der Flöte."“

Neben selbst gedrehten Videos bringt Schiffers auch jede Menge Gastgeschenke mit zurück. Bis Ende November entsteht daraus in der Galerie für Zeitgenössische Kunst eine Ausstellung. „Es wird eine Mischung zwischen Weltausstellung und Völkerkundemuseum“, sagte Schiffers. Der kulturelle Austausch findet nach Angaben der Galerie bewusst auf einer persönlichen Ebene statt. Durch Anekdoten und Gegenstände zum Anfassen werde das Publikum leichter an eine unbekannte Gesellschaft herangeführt.

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