Brafa Antiquitätenmesse
Grönländisches Eis in Brüssel

Lebensfreude ist für die Belgier kein Fremdwort. Das färbt auch auf Brüssels Antiquitätenmesse „Brafa“ ab. In diesem Jahr setzen archäologische Objekte und Stammeskunst Akzente. Ansonsten ist die Mischung mit mehr als 20 Sammelgebieten wie immer ausgewogen.
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BrüsselDas Jahrzehnte lang erprobte Erfolgsrezept der Brüsseler Antiquitätenmesse „Brafa“ ist ihr breites Angebotsspektrum. In diesem Jahr wartet sie vom 25. Januar bis 2. Februar mit einer ausgewogenen Mischung von mehr als 20 Sammelgebieten auf, wobei die auf dem Kunstmarkt boomenden Segmente der Stammeskunst und der Archäologie noch stärker vertreten sind als bisher. Erwartet werden 50.000 Besucher.

Die 131 Aussteller kommen aus 16 Ländern. Sie richten sich mit ihren Kojen in dem traditionell angenehmen, sicher auch von der Lebensfreude der Belgier geprägten Ambiente des Tour & Taxis-Gebäudes ein. Die ganze Atmosphäre profitiert von der hellen Raumausstattung.

Formschöne Stammeskunst

Mit acht Ausstellern und dem Gastauftritt des Königlichen Museum für Zentralafrika (im Brüsseler Vorort Tervuren gelegen), ist die Stammeskunst besonders präsent. Das 1910 eröffnete Tervuren Museum präsentiert neben den Meisterwerken der Tribal Art die Flora und Fauna des früheren Belgischen Kongo Gebietes. Der auf der Messe vertretene Brüsseler Händler Didier Claes konnte schon im Vorfeld der Messe eine im Jahr 1937 ausgestellte und fotografierte Songye-Nkisi-Figur vermitteln.

Optisch ungewöhnliche Stücke aus der Sammlung Allen Stone, die Sotheby's im November 2013 in New York versteigerte, befinden sich nun bei Claes bzw. Adrian Schlag (Brüssel). Für eine Maske aus Burkina Faso erwartet er 65.000 Euro. Alain de Monbrison (Paris) verfügt etwa über eine formschöne Nok Skulptur aus Terrakotta, die aus der Sammlung Rothschild stammt. Sie soll rund 80.000 Euro kosten. Bei Bernard Dulon ist eine Nagelfetisch-Statue des Nkisi-Stammes mit zweifarbig (rot-schwarz) eingefärbtem Gesicht zu entdecken.

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