Brauchtum
Weihnachten 2007: Tradition ist auch bei der Jugend im Trend

Weihnachten ohne Festessen, Familie, Weihnachtslieder und Christbaum ist einer Umfrage zufolge für die Mehrheit der Deutschen undenkbar. Die meisten feiern ihr Weihnachtsfest am liebsten ganz traditionell ­ allen voran die Jüngeren.

dpa FüRTH. Weihnachten ohne Festessen, Familie, Weihnachtslieder und Christbaum ist einer Umfrage zufolge für die Mehrheit der Deutschen undenkbar. Die meisten feiern ihr Weihnachtsfest am liebsten ganz traditionell ­ allen voran die Jüngeren.

Das ergab eine Studie der Quelle Gmbh in Fürth. Für die repräsentative Studie hat die Innofact AG im Auftrag von Quelle 1 014 Personen zwischen 14 und 65 Jahren online befragt.

Gerade die jüngeren Generationen setzen den Angaben zufolge auf Familie, Besinnlichkeit und Harmonie. So feiern knapp 80 Prozent der Deutschen unter 40 Jahren im Kreise ihrer Familien. Nur jeder Zehnte dieser Altersgruppe lässt den Abend noch in der Disco ausklingen. Fast 90 Prozent von ihnen verbinden wie selbstverständlich ihre Familie mit Weihnachten. Bei den 60- bis 65-Jährigen sind dies dagegen nur 74,4 Prozent.

Das Comeback traditioneller Werte spiegelt sich den Angaben zufolge auch im Festhalten an weihnachtlichen Bräuchen und Christschmuck wider. Weihnachtsbaum, Lichterketten und Dekoartikel dürfen in fast keinem Haushalt fehlen. Ein festlich geschmückter Christbaum gehört für 80,5 Prozent der Deutschen unbedingt zu Weihnachten dazu. Für 77,7 Prozent gelingt ein perfektes Fest darüber hinaus nur mit einem weihnachtlich dekorierten Heim.

Nur ein Drittel der Deutschen verbindet das Fest auch mit einem Kirchenbesuch. Sehr viel wichtiger sind den Befragten Besuche von Familienangehörigen (74,2 Prozent) sowie ein gemeinsames Festessen am Heiligabend (83,3 Prozent). Weihnachten geht in Deutschland folglich durch den Magen - und das nicht nur an Heiligabend selbst. Mehr als die Hälfte aller Deutschen stimmt sich bereits in der Vorweihnachtszeit mit Lebkuchen auf die Festtage ein.

Bei den Weihnachtsvorbereitungen sind die Frauen den Männern zeitlich voraus: Fast jede zweite Frau beginnt damit bereits im November. Die Männer sind dagegen weihnachtliche Spätzünder. Sie beschäftigen sich zum Großteil erst im Dezember mit dem Weihnachtsfest.

Auch bei den Weihnachtsgeschenken unterscheiden sich Männer und Frauen. Während 33,7 Prozent der Frauen ihre Liebsten gerne mit selbst gestalteten Geschenken verwöhnen, schwören die Männer bei der Geschenk-Auswahl auf Technik- und Elektrogeräte (43,9 Prozent).

Die Männer erweisen sich auch als wahre Bastelmuffel. So gibt mehr als jeder vierte Mann an, ein Einpack-Service würde ihm den Geschenke-Kauf wesentlich erleichtern. Beim Weihnachtsbudget liegen Männer und Frauen dagegen wieder nah beieinander: 41,2 Prozent der Deutschen geben zwischen 100 und 250 Euro aus. Während die 40- bis 64-Jährigen in diesem Jahr tendenziell eher genauso viel oder weniger für Geschenke ausgeben wollen, setzen die Jüngeren eher ein höheres Budget an.

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