"Brennend aktueller Film": Deutschlandpremiere von „Sophie Scholl“ vor 2500 Schülern

"Brennend aktueller Film"
Deutschlandpremiere von „Sophie Scholl“ vor 2500 Schülern

Tief bewegt haben sich die rund 2 500 Schüler bei der offiziellen Deutschlandpremiere am Dienstag in München von „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ gezeigt. In München gab es Bravo-Rufe für Nachwuchsschauspielerin Julia Jentsch.

HB MÜNCHEN/ULM. Ganz ruhig liegt Sophie Scholl auf der Guillotine. Das Fallbeil stürzt hinab und die Leinwand wird schwarz. Bedrücktes Schweigen herrscht im Kinosaal, bevor Applaus losbricht. Tief bewegt zeigen sich die rund 2 500 Schüler bei der offiziellen Deutschlandpremiere am Dienstag in München von „Sophie Scholl - Die letzten Tage“. Ähnliche Reaktionen und Beklommenheit herrschen auch bei einer Aufführung in einer Neu-Ulmer Realschule mit der 84-jährigen Schwester von Sophie Scholl, Elisabeth Hartnagel-Scholl, als Gast.

In München gibt es Bravo-Rufe für Nachwuchsschauspielerin Julia Jentsch. Für ihre Rolle als NS-Widerstandskämpferin hatte die 27-Jährige am Samstag auf der Berlinale den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin erhalten.

In dem Film zeichnet der ebenfalls mit einem Silbernen Bären bedachte Regisseur Marc Rothemund die letzten sechs Tage der „Weiße Rose“- Kämpferin Sophie Scholl und ihres Bruders Hans (Fabian Hinrichs) nach. Das Datum der Premiere ist symbolträchtig gewählt: Es ist der 62. Jahrestag der von der Nazi-Justiz angeordneten Hinrichtung von Sophie (21), Hans (24) und ihrem Freund Christoph Probst (23) am 22. Februar 1943.

Nach der Vorstellung stehen die Schüler in kleinen Grüppchen im Kinofoyer. Manche diskutieren eifrig, andere schweigen mit verweinten Augen. „Das hat mich echt mitgenommen“, sagt die 15-jährige Rebekka Schacht aus Moosburg. Die Realschülerin hat die „Weiße Rose“ kurz vorher im Geschichtsunterricht durchgenommen, „aber jetzt kann ich mich viel besser reinversetzen“. „Ich weiß nicht, ob ich so mutig gewesen wäre wie Sophie“, fügt ihre Freundin Isabella Hödl zu. „Immerhin hat sie damit ihr Leben aufs Spiel gesetzt.“ „Irgendwie kriegt man das gar nicht in den Kopf, was damals in Deutschland abgegangen ist“, sagt der 14-jährige Nick Schumacher.

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