Bublé muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen
Musikalische Viererbande

Ein Quartett junger Künstler schickt sich an, mit Swing und Jazz die Alte Welt zu erobern.

Er kann einfach nicht anders: Ob auf der Bühne oder als Gesprächspartner in der Bar des Berliner Grand Hyatt – Michael Bublé ist Entertainer durch und durch. Da wird selbst die obligatorische Mikrofonprobe vor dem Interview zum Kabinettstückchen. Andere Musiker prüfen mit einem kurzen „Test, Test“, ob der Rekorder des Journalisten funktioniert. Bublé nutzt die Gelegenheit sofort für eine kleine Gesangseinlage. Erst geht es die Tonleiter rauf und runter. Dann folgt eine Runde Fingerschnippen.

„Okay, okay, ich hör’ schon auf“, lässt er es lachend gut sein. Aber nur zum Schein. Denn gleich die erste Frage nach seinen Plattenverkäufen kontert er zunächst mit todernster Miene – „fast 17 Millionen“ –, bevor er grinsend nachschiebt: „Nein. Das war Norah Jones. Aber hey – einen Versuch war’s wert.“

Dabei muss Bublé sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. 1,8 Millionen Mal ging sein Debütalbum im Big-Band-Sound in den vergangenen 12 Monaten über den Ladentisch. In der Währung der Musikindustrie heißt das Doppelplatin in seiner Heimat Kanada, Gold und Platin in acht weiteren Ländern. In Deutschland kommt das Album am Montag heraus.

Auch die anderen Jungstars können nicht klagen. Robbie Williams’ Ausflug in die Ära der Big Bands und die sanften Songs von Norah Jones haben es gezeigt: Auch ohne Techno-Krawall, laute Gitarren oder hämmernde Hip-Hop-Beats lassen sich Millionen von CDs verkaufen. Jetzt rückt eine Riege talentierter Twentysomethings nach. Klassik, Pop, Jazz oder Swing – Sänger wie Josh Groban, Jamie Cullum, Peter Cincotti und eben Michael Bublé setzen sich souverän über Genregrenzen hinweg und feiern damit generationenübergreifende Erfolge.

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