Buchbranche
Die Buchmesse wird zur Medienmesse

Die Frankfurter Buchmesse ist die weltgrößte Bücherschau. Doch ihren Zuspruch verdankt sie nicht allein dem klassischen Buchgeschäft, sondern mehr und mehr ihren Kooperationen, etwa mit dem Filmbusiness oder mit Herstellern von Computer- und Brettspielen.

HB FRANKFURT. Mit mehr als 7000 Ausstellern aus über als 100 Ländern erwartet die Buchmesse in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. Rund 1000 Schriftsteller kommen. Darunter sind Altstar Ken Follett, der britische Kult-Autor Nick Hornby oder Asterix-Erfinder Albert Uderzo. Doch ihren Zuspruch verdankt die Bücherschau, die mit 270 000 Besuchern rechnet, schon lange nicht mehr dem eher stagnierenden klassischen Buchgeschäft.

Konsequent wird seit mehreren Jahren der Ausbau zur Medienmesse vorangetrieben. In einer Kooperation mit der Berlinale soll die Bücherschau auch zum Handelsplatz für Film- und Fernseh-Stoffe werden. Darüber wird Regisseur Wim Wenders auf der Messe diskutieren. Die Schauspielerinnen Franka Potente und Heike Makatsch wiederum stellen sich als debütierende Buchautorinnen vor.

Zum ersten Mal gibt es auch eine Kooperation mit Spielwarenherstellern. Diese werden Spiele oder Lizenzprodukte zu Buchgestalten anbieten. Und sogar "König Fußball" hat es auf die Buchmesse geschafft: Ein halbes Jahr vor der WM in Deutschland geht es in Lesungen und Diskussionen um die Verbindung von Literatur, Kultur und Fußball.

Während die Buchmesse dieses Jahr ein Plus von über sechs Prozent bei den Ausstellern anvisiert, ist die Buchbranche insgesamt schon zufrieden, wenn sie 2005 ein leichtes Plus erzielt. Immerhin hat es von Januar bis September nach Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ein Umsatzplus von knapp über zwei Prozent gegeben - darin ist der Harry-Potter-Effekt von Anfang Oktober noch gar nicht berücksichtigt.

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