Buchtipp „Red Rising“
Stärkste Fantasy-Trilogie seit „Tributen von Panem“

Die Handlung erinnert an Epen wie „Enders Game“, die „Tribute von Panem“ oder „Star Wars“. Aber was Pierce Brown mit „Red Rising“ geschaffen hat, geht über die Vorbilder hinaus. Eine lohnenswerte Lektüre auch für Manager.
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DüsseldorfWir befinden uns in einer fernen Zukunft. Doch eine heile Welt á la „Raumschiff Enterprise“ gibt es nicht. Die Menschheit lebt schon längst nicht mehr auf der Erde, sondern auf dem Mond, dem Mars und allerlei anderen Planeten. Unseren Heimatplaneten haben wir mit Kriegen und Umweltzerstörung zugrunde gerichtet. Und es gibt die Menschen überhaupt nur noch, weil sie ein brutales Kastensystem etabliert haben.

Der Einfachheit halber ist es nach Farben sortiert: Die Roten sind die Arbeiter, die Grauen die Soldaten, die Gelben Ärzte und so weiter – bis ganz oben in der Hierarchie die Goldenen kommen. Jede Spezies wurde gezüchtet und besitzt spezifische Fähigkeiten. Die Goldenen sind sowohl physisch als auch intellektuell überlegen. Und sie nutzen ihre Macht, um es sich auf Kosten der Milliarden anderen Menschen gut gehen zu lassen.

Das bekommt auch der 16-jährige Darrow in den Mienen des Mars zu spüren. Er ist ein Roter, seine Lebenserwartung liegt nur bei rund 40 Jahren. Da verschwendet man nicht viel Zeit – er ist längst verheiratet mit der hübschen Eo. Sie trotzen dem harten Alltag und den Ungerechtigkeiten so gut es geht. Bis es Darrows junge Frau nicht mehr aushält. Sie rebelliert und wird gehängt. Nicht aber, ohne vorher in Darrow den Samen der Rebellion einzupflanzen.

Über Umwege gelangt der Witwer zu den „Söhnen des Mars“, einer Untergrundorganisation, die mit Terrorattacken ihr Unwesen treibt, aber große Pläne hat. Sie nutzen ihre medizinischen und technischen Möglichkeiten, um Darrow in einen Goldenen umzuwandeln. Es ist schmerzhaft und braucht Monate, aber am Ende kann er größer, schlauer und stärker in die Welt der Herrschenden eintreten. Der erste Schritt besteht darin, sich im Rahmen eines tödlichen Ausbildungslehrganges mit anderen jungen Goldenen zu messen.

Dieses Ausbildungs-Szenario ist so bekannt und beliebt – ähnliches geschieht auch in anderen Büchern. Das Besondere in Pierce Browns „Red Rising“ (Heyne Verlag) ist – abgesehen von der spannungsgeladenen, wandlungsreichen, permanenten Action – wie präziser die Entwicklung der prägenden Figuren zeichnet. Reue, Schuld, Machtinstinkt – aber vor allem Loyalität und Freundschaft zeichnen die Guten aus wie auch die Schlechten. Der Unterschied liegt eher in den Motiven und in der Frage, ob die Menschen für das demokratische System geschaffen sind. Der dritte Teil sprang zurecht auf Rang eins der New York Times Rangliste – der Mutter aller Bestsellerlisten.

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Stärkste Fantasy-Trilogie seit „Tributen von Panem“

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Der Kinofilm weckt Blockbuster-Hoffnung

Kommentare zu " Buchtipp „Red Rising“: Stärkste Fantasy-Trilogie seit „Tributen von Panem“"

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  • "Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
    @ Marc Hofmann
    Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
    Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

    @Max Marx
    ich poste keine Märchen,
    sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
    Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
    Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
    Danke

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