Buchtipp: Wirtschaftsethik Moral statt Moralismus

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Den Ausverkauf der Moral verhindern

Um die Moral zu retten, gehört sie an den richtigen Ort, sind die Autoren überzeugt. Grundlegend ist dafür, zwischen Spielregeln und Spielzügen, Rahmenbedingungen und Handlungen zu unterscheiden. Findet Moral nur auf Ebene der Spielzüge oder Handlungen statt, ist sie ausbeutbar.

Etwa durch den skrupellosen Wettbewerber, der seine Abfälle nicht teuer entsorgt, sondern ins Meer kippt. In den Rahmenbedingungen, etwa in Form von Gesetzen und Regeln, zwingt sie alle Marktteilnehmer, sich konform zu verhalten, wollen sie keine empfindlichen Strafen riskieren.

Damit stehen beide Wissenschaftler für den Teil ihrer Disziplin, der vor allem die Anreizsituation für moralisches Handeln, weniger den individuellen Anstand der Menschen verbessern oder Moral gegen die Gesetze des Marktes durchsetzen will.

Der zweite Teil des Buchs zeigt Firmen Wege, wie sie interne Verstöße gegen ihre Compliance verhindern können – vom Ethikkodex zum Whistleblowing-System. Mit konkreten Fallbeispielen binden die Autoren sowohl den Laien als auch den Profi ein.

Und was wird aus der Moral? Die Autoren wollen sie nicht abwerten. Im Gegenteil: Sie möchten sie imprägnieren. Für eine Zeit, in der Appelle, die noch in vormodernen Kleingesellschaften taugten, an den Realitäten einer hochvernetzten Welt abperlen.

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