Bundesdeutsche Realität
"Mckinsey kommt" am 13. Februar

Nach "Wessis in Weimar" mischt sich der Autor Rolf Hochhuth erneut in die politische Diskussion in Deutschland ein. "McKinsey kommt" ist ein Stück, das bewusst polarisieren und Diskussionen entfachen will.

Über vier Millionen Arbeitslose in Deutschland sind ein Skandal. Mit seinem Drama will Rolf Hochhuth der bundesdeutschen Realität einen Spiegel vorhalten und fragt nach der moralischen und gesellschaftlichen Verantwortung politisch Handelnder.

"Ich zeige nicht McKinsey, sondern die Opfer einer weltweiten 'Religion', zu der die - von unseren Politikern total unbeaufsichtigte - Diktatur der Weltwirtschaft geworden ist", wird der Autor auf der Internetseite des Theaters Brandenburg zitiert. "McKinsey kommt" thematisiert Massenarbeitslosigkeit, den Zynismus der Weltwirtschaft, die Lethargie und die Ohnmacht der Politiker und der Betroffenen, diesem Schicksal ins Auge zu sehen. In fünf Akten entwirft Hochhuth ein Portrait der bundesdeutschen Realität und zeichnet ein furioses Panorama einer Gesellschaft, die am sozialen Abgrund steht.

Der Gang der Ereignisse führt uns von der engagierten intellektuellen Protagonistin Hilde Zumbusch in die Ankleide zweier soeben entlassener Arbeiterinnen, weiter über die Vorstandsetage eines internationalen Großkonzerns, in ein Büro mittelständischer Dienstleister und gipfelt in einer Klage vor dem Bundesverfassunggericht. In einem fulminanten Schlagabtausch streitet Hilde Zumbusch dafür, "das Recht auf Arbeit" im Grundgesetz zu verankern, und scheitert.

Rolf Hochhuth ist ein scharfer Beobachter. Er schreibt politisch motiviertes Theater im besten Sinne - ohne jegliche Larmoyanz greift er gesellschaftliche Missstände auf und personalisiert politische Konflikte. Er besitzt ein feines Gespür für den Witz und die Tragik seiner Figuren und verbindet seine pointierte Zeitkritik mit dokumentarischem Material, welches er brilliant für die Szene einrichtet.

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