C. G. Boerner: Museale Altmeistergraphik

C. G. Boerner
Museale Altmeistergraphik

Eine Gruppe seltener Radierungen von Rembrandt und französische Meistergraphik aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts krönen das Angebot aus dem neuen Katalog von C. G. Boerner. Die Offerte zeugt vom hohen Niveau des Fachhandels.

BerlinDie imposante Breite des Marktes für Altmeistergraphik zeigt ein Katalog mit „Miscellanea“, den das deutsch-amerikanische Kunsthaus C. G. Boerner als seine „Neue Lagerliste 134“ publizierte. Einige der Prachtstücke wurden schon während der New Yorker Print Fair verkauft, insgesamt aber ist das Angebot ein stolzes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit des Fachhandels und seine Kompetenz, museumswürdige Graphik bester Provenienz aufzuspüren.

Auf Wolken thronend

Zu den Höhepunkten des Angebots gehört ein 1506 in Wien gedrucktes „Missale Salisburgensis“ mit Holzschnitten von Lucas Cranach d. Ä., allen voran eine stark kolorierte „Kreuzigung“ (65.000 Dollar). Israhel van Meckenems Kupferstich „Die Messe des heiligen Gregor“ ist eines der frühesten Beispiele der Offerte und mit 50 000 Euro beziffert. Seltener als die hier angebotenen Dürer-Holzschnitte ist der von drei Druckstöcken abgezogene Clair-Obscur-Holzschnitt „Der wundersame Fischzug“ des Raffael-Mitarbeiters Ugo da Carpi (9.000 Dollar). Selten erscheint die vierteilige, im Oval gestochene Folge der auf Wolken thronenden Götter des Mantuaner Manieristen Giorgio Ghisi komplett. Hier ist sie mit 10.000 Dollar beziffert.

Rembrandt als Bettler

Von Rembrandt gibt es eine Gruppe seltener Radierungen, von denen der eminent rare, 1628 datierte Kopf der Mutter des Künstlers auf Anhieb verkauft war. Auf 85.000 Dollar ist das Selbstporträt als auf einer Bank sitzender Bettler angesetzt, auf 30.000 Dollar ein Frühdruck der „Beschneidung im Stall“.

Die französische Graphik ist mit Porträts und Ansichten vertreten, und von Piranesi gibt es Titelblatt und Frontispiz zur Erstausgabe der Vedute di Roma (6.500 und 10.000 Dollar). Komplett verkauft ist eine Serie von Radierungen des seltenen irischen Klassizisten James Barry. Daniel Chodowiecki, J.C. Reinhart und J.C. Erhard sind als Vertreter deutscher Graphik präsent.

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Fundstück für Wagnerianer

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