„Cantor - die Vermessung des Unendlichen“
Kritik an Halle wegen Absage von Uraufführung am Opernhaus

Mit scharfer Kritik hat das Opernhaus Halle am Mittwoch auf die von der Stadt aus Finanzgründen erzwungene Absage der Uraufführung der Oper „Cantor - die Vermessung des Unendlichen“ reagiert. Die Oper war von Ingomar Grünauer aus Österreich eigens für das Jubiläum 1200-Jahre Halle komponiert worden.

HB HALLE. Den Kulturverantwortlichen der Kommune wurde Inkompetenz und Ignoranz vorgeworfen. Die Stadt habe der Bühne mitten in den laufenden Proben den Geldhahn zugedreht. „Niemand hat das für möglich gehalten“, sagte Intendant Klaus Froboese zu der telefonisch angekündigten Finanzkürzung. 630 000 Euro seien dem Opernhaus für diese Spielzeit bereits gestrichen worden, für die Uraufführung seien es nun 140 000 Euro, mit denen die Bühne aber fest gerechnet habe.

Die Uraufführung der Inszenierung von G.H.Seebach sollte in vier Wochen (21. Oktober) sein. Sie galt als Höhepunkt der neuen Spielzeit.

„Diese kaltschnäuzige Entscheidung ist eine absolute Ohrfeige, ein Verrat an der Kultur, eine Demütigung und Entwürdigung des Opernhauses“, sagte „Cantor“-Regisseur Seebach. Der Imageschaden für Halle sei mit der Absage der Uraufführung immens.

Hintergrund für den Zuwendungsstopp ist die Haushaltslage der Stadt. Die Kommune hat eine Sparliste in Höhe von 27 Millionen Euro erarbeitet. Das Landesverwaltungsamt Halle hatte zuvor den Haushalt für das laufende Jahr nicht genehmigt, weil die Sparbemühungen der Stadt nicht ausreichend waren.

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