Christie's und Sotheby's
Höchste Auktionsumsätze der Geschichte

Die Auktionshäuser Christie’s und Sotheby’s blicken zurück auf das Geschäftsjahr 2014. Christie’s liegt vorne in der Gesamtbilanz. Sotheby’s führt in Asien sowie in den Sparten Moderne und Altmeisterkunst.
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LondonDie Erzkonkurrenten Christie’s und Sotheby’s, die den Weltauktionsmarkt im Spitzenbereich fast ohne weitere Konkurrenz beherrschen, haben die offiziellen Umsatzbilanzen für 2014 vorgelegt und bestätigt, dass es erneut ein Allzeit Rekordjahr für den Kunstmarkt war. „Wir haben die höchsten Auktionsumsätze unserer Geschichte erreicht, mit Rekordpreisen in mehr als einem Drittel aller Verkaufssparten“, freute sich Sotheby’s ausscheidender Chef Bill Ruprecht.

Christie’s konnte seine Vorherrschaft bestätigen, allerdings nur im umsatzstärksten Bereich der zeitgenössischen Kunst und der Nachkriegskunst: „Die Spitze des Marktes wuchs während des Jahres weiter die Höhe, das sieht man an einer Steigerung der für über 10 Millionen Dollar versteigerten Werke um 48 Prozent“, berichtete Christie’s neue Chefin Patricia Barbizet. In anderen Bereichen, darunter der Kunst der Impressionisten und Moderne sowie Alten Meistern und im Asienmarkt hat Sotheby’s die Weltführung wieder entschlossen an sich gerissen.

18 Prozent Umsatzwachstum

Christie’s verkaufte Kunst für 8,4 Millionen Dollar. Das macht gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17 Prozent in Dollar (12 Prozent in Christie’s Hauswährung, dem Pfund). Davon entfallen 6,8 Milliarden Dollar auf das Kerngeschäft der Auktionen, 1,5 Milliarden Dollar auf privat durch Direktvertrag vermittelte Kunst und 35 Millionen Dollar auf den E-kommerz-Sektor. Sotheby’s hat zum Vergleich im reinen Auktionssektor 6 Milliarden Dollar eingenommen und verzeichnet ein Wachstum von sogar 18 Prozent. Aber die beiderseitigen Marktanteile haben sich in diesem Kerngeschäft gegenüber 2013 kaum verändert: Sotheby’s konnte sich von 46,2 auf 46,9 Prozent leicht verbessern.

Die abschließende Gesamtkalkulation wird erfolgen, wenn Sotheby’s seinen Aktionären Ende Februar die Gesamtbilanz vorlegt und auch die Zahlen über die privat vermittelte Kunst vorliegen. Im Vorjahr lagen beide dabei gleichauf mit jeweils 1,5 Milliarden Dollar. Wird Sotheby’s in diesem Jahr wieder mit Christie’s gleichziehen, dürfte Sotheby’s Endergebnis bei 7,5 Milliarden Dollar liegen. Das Duopol setzte im Krisenjahr 2009 gemeinsam nur 6,1 Milliarden Dollar um, seither gab es in jedem Jahr Steigerungen.

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Der Asienmarkt stagniert

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