Christie's und Sotheby's
Kontinentale Personal-Rochaden

Andreas Rumbler wird zum Chairman Christie’s Schweiz ernannt. Seine Nachfolge als Deutschland-Chef tritt der Kunstanwalt Roman Plutschow an. Bei Sotheby’s übernimmt Marketingspezialist Marc Michel-Amadry die neue Stelle eines Geschäftsführers von Sotheby’s Schweiz.
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Zürich/BonnChristie’s hat einen neuen Deutschland-Chef. Die Geschäfte des Hauses leitet künftig der 43-jährige Anwalt Roman Plutschow in enger Zusammenarbeit mit Christiane Gräfin zu Rantzau, Chairman von Christie’s Deutschland. Plutschow folgt Andreas Rumbler, der Chairman von Christie’s Schweiz wird.

Plutschow, der die Teams der deutschen Repräsentanzen leiten und die Sammler betreuen wird, begann seine berufliche Laufbahn 1997 in der Zürcher Niederlassung der Marlborough Galerie. Seit 2006 war er als Geschäftsführer der heute in Zürich ansässigen Galerie Gmurzynska & Co tätig.

Synergien schaffen

Zu drehen angefangen hatte sich das kontinentale Personal-Karussell der beiden Auktionsmultis Christie’s und Sotheby’s schon zu Beginn dieses Jahres mit dem Rücktritt von Claudia Steinfels als Direktorin der Zürcher Sotheby's Niederlassung. Einen direkten Nachfolger für die Leitung der Zürcher Niederlassung hat Sotheby’s inzwischen zwar noch nicht eingesetzt. Dafür schuf das Auktionshaus die neue Stelle eines Geschäftsführers von Sotheby’s Schweiz und besetzte diese mit dem vor allem im Luxusgütersektor international erfahrenen 42jährigen Marketingspezialisten Marc Michel-Amadry. Er wird die Tätigkeit der beiden Niederlassungen in Genf und Zürich koordinieren, Synergien schaffen und nutzen sowie wichtige Kunden betreuen. Ganz ähnlich dürfte das neue Pflichtenheft von Andreas Rumbler als neuem Chairman Christie’s Switzerland lauten.

Die Stelle von Dirk Boll, des inzwischen zum „Managing Director of Christie’s Continental Europe“ in London aufgestiegenen bisherigen Leiters der Zürcher Christie’s-Niederlassung, harrt schließlich noch - analog zu Sotheby’s - einer passenden Neubesetzung.

Einlieferer-Land Deutschland

Deutschland hat für die Auktionsmultis vor allem Bedeutung als Einlieferer-Land. Das erklärt, warum der deutsche Markt für den internationalen Versteigerer so enorm wichtig ist. „Es zeichnet sich durch seine Vielfältigkeit und die Fülle an Kunst aus“, erläutert Christie's neuer Deutschland-Chef Plutschow. Das spiegele sich auch in der Zahl der Christie’s-Niederlassungen in Deutschland. „Es gibt nicht viele Länder, in denen Christie’s fünf regionale Büros unterhält, um die Kunden der jeweiligen Regionen optimal betreuen zu können“, sagt Plutschow. Der deutsche Markt hat nach Einschätzung des Geschäftsführers außerdem ein großes Wachstumspotential.

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