Cologne Fine Art
Augenschmaus und Ausgefallenes

Kunst und Kunsthandwerk profilieren die Cologne Fine Art. Wer zu Hause mit einzigartigen Möbeln, Silber, Stammeskunst, Teppichen, Skulptur oder Malerei Akzente setzen will, findet hier eine gut bestückte Plattform.

KölnDie Messe Cologne Fine Art (Cofa) findet, zählt man ihren Vorgänger namens Westdeutsche Kunstmesse mit zum 46. Mal statt. Noch bis 22. November 2015 geben sich in den Kölner Messehallen 106 Antiquitätenhändler, Galerien der Klassischen Moderne, aber auch zunehmend Galerien zeitgenössischer Kunst ein Stelldichein. Augenschmaus und Ausgefallenes lässt sich fast überall entdecken: Kunst und Kunsthandwerk zum Leben und Wohnen, seltener für's Museum.

Die größte Neuerung ist diesmal eine neu eingerichtete Plattform, die "Cofa Contemporary" heißt. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen (wahrscheinlich sind es die Kosten) beginnt sie aber erst am Donnerstag, den 19. November (wir werden berichten), in einer darüber gelegenen Halle.

Wie man in seinen vier Wänden originelle Akzente setzt, zeigt eine Reihe von Möbelexperten mit außergewöhnlicher Schreinerkunst. Otto von Mitzlaff, der nur noch in Köln und auf der Tefaf in Maastricht ausstellt, hält einen dreibeinigen Jugendstil-Sekretär mit reicher Nussbaum-Marketerie bereit. Nierenförmig geschwungen, gibt das zierliche Möbel der Moderne einen eleganten Hingucker ab (16.000 Euro).

Herziges Tischchen

Originell ist auch ein zierlicher Pudertisch aus Frankreich bei Weller & von Zezschwitz. Das Kleinmöbel aus Paris der Zeit um 1760/70 ist nicht nur herzig, sondern auch herzförmig. Eine Schublade soll  die Schminktiegelchen (Einsätze original erhalten) aufnehmen, die gegenüberliegende die Schreibutensilien – für billets-doux, die kleinen Liebesbriefchen, die einst Diener zu überbringen hatten. Erwartet werden 25.000 Euro.

Der Kunsthandel Ruppert  aus Hattenheim hat gleich drei runde Biedermeiertische dabei, alle drei mit Klappvorrichtung. Der größte aus Kirschholzmit feinen Einlagen, gefertigt in Österreich, ist in seiner Platz sparenden Aufstellung von hinten so schön wie von vorn. Steht die edle Platte senkrecht, wirkt der Tisch wie ein modernes Objekt (19.500 Euro).

Geschichtsträchtige Möbel

Größer und schöner als in früheren Jahren präsentieren die Herren der Familie Schmitz-Avila  ihre geschichtsträchtigen Möbel. Während ein musealer Spieltisch von Fiedler und ein Barock-Tisch von Georg Ferdinand Plitzneraus dem Spiegelkabinett von Schloss Pommersfelden (rund 1,3 Millionen Euro) auf finanzkräftige Kundschaft warten, sind vier russische Bergèren zu zweit für 32.000 Euro, zu viert für 60.000 Euro zu haben.

Der Galerist Michael Werner sorgt für eine Überraschung. Denn er kombiniert ein Großformat von Per Kirkeby mit einem „Flussglastisch“ aus der Berliner Werkstatt Werner & Mieth. Für klassizistisches Kunsthandwerk in vollendeter Form von Werner & Mieth hatte sich zuletzt der Antiquitätenhändler Frank Möller stark gemacht.

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