Cologne Fine Art
Köln bittet in die Messehallen

Alle schönen Dinge unter einem Dach vereint die bevorstehende Antiquitätenmesse Cologne Fine Art. Mit ihrer offenen Standarchitektur will sie ihrem Publikum die Querbezüge zwischen Epochen und Kunststilen schmackhaft machen.
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KölnNach wie vor hat das Rheinland eine der höchsten Sammlungsdichten Europas; außerdem ein Einzugsgebiet, das bis in die Beneluxstaaten reicht. Die Voraussetzungen, unter denen die Cologne Fine Art (Cofa)  am 20. November 2013 an den Start geht, dürften also gut sein. Kommt hinzu, dass die traditionsreiche Antiquitätenmesse mit ihren rund 100 Ausstellern alle Sparten besucherfreundlich unter einem Dach vereint.

Dass die Kölner Messe „mit dem für sie charakteristischen Neben- und Miteinander verschiedener Stile und Epochen, dem Mix aus Alter, Moderner und Angewandter Kunst sowie Design und ‚Arbeiten auf Papier’“ Werbung macht, ist verständlich. Deutsche Antiquitätenmessen tendieren dazu, immer kleiner zu werden, und das hat selbstverständlich Auswirkungen auf das angebotene Spektrum und die sich daraus ergebenden Vergleichsmöglichkeiten.

Basis für vergleichendes Sehen

Einen unübersehbaren Akzent setzt wie in den vorangegangenen Jahren die Sektion „Arbeiten auf Papier“. Zu ihnen gehören streng genommen auch die Antiquariate, die in Köln – anders als an vielen anderen Standorten – dankenswerterweise dabei sind. Überproportional gut vertreten ist auf immerhin 42 Ständen die Kunst des 20. Jahrhunderts. Auch das 19. Jahrhundert ist viel versprechend besetzt, insbesondere wenn die Anbieter von Papierarbeiten mit berücksichtigt werden, unter ihnen Katrin Bellinger Kunsthandel, Arnoldi-Livie und C. G. Boerner. Sehen lässt sich auch das Angebot an außereuropäischer und asiatischer Kunst, das auf zwölf Aussteller kommt.


Etwas unterbelichtet sind die Altmeister. Das Schwergewicht liegt zweifellos auf den Neuen Meistern seit dem späten 18., frühen 19. Jahrhundert. Liebhaber sakraler Plastik dürften sich darüber freuen, Elmar Robert, den Spezialisten für mittelalterliche Kunst, wieder anzutreffen. Er zeigt eine kölnische Madonnenstatue, die um 1280 gefertigt wurde und die zu dem in dieser Zeit im Rheinland beliebten Typus der Sitzmadonnen gezählt wird. Sie gilt heute als absolute Rarität. 2012 gehörte sie zu den 14 Hauptwerken der Brafa in Brüssel (225.000 Euro).

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Querbezüge zwischen Kunststilen

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