Cologne Fine Art & Antiques
Neue Aussteller profilieren Kölner Traditionsmesse

Die Cologne Fine Art & Antiques entwickelt sich zum Magneten. Mehr Aussteller, originelle Dialoge über Gattungsgrenzen hinweg und ein solides, preislich erschwingliches Angebot machen die Kunst- und Antiquitätenmesse in Köln zum Anlaufpunkt für verschiedenste Sammlertypen.
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DÜSSELDORF. Kunsthändler aller Sparten drängen wieder nach Köln, um auf jener westdeutschen Kunst- und Antiquitätenmesse auszustellen, die seit 2006 Cologne Fine Art & Antiques (COFAA) heißt. Über 90 Aussteller zeigen sich in der gut erreichbaren Halle 11.2 von 17. bis 21. November auf dem Messegelände Köln von ihrer besten Seite. Im nun mehr dritten Jahr kann Messedirektorin Ulrike Berendson als Neuzugang vermelden: die Galerie Aurel Scheibler (Berlin) mit Gemälden von Alice Neel und Skulpturen von Louise Nevelson, die beiden Moderne-Händler William Weston aus London und Krümmer Fine Art aus Hamburg, den Teppich-Experten Mohammad Tehrani, ebenfalls aus Hamburg, mit einer Kombination aus alten und zeitgenössischen Flachgeweben, den Asiatika-Händler Carlo Christi aus Oberitalien und den Juwelier Hornemann aus Düsseldorf.

Funkelnde Pracht

Der mit vielen Preisen ausgezeichnete Meisterjuwelier von der Königsallee konfrontiert u.a. seinen Ring mit dem Smaragd-Fisch, der aus Wellen von Diamanten hervorlugt, mit Jugendstil-Objekten der Manufaktur Daum, die der Kunstsammler Thomas Olbricht ausleiht. Das Verbindende sind die Tiere, die Meisterschaft der Ausführung, die Präzision der Darstellung. Neben Schmuck bringt Hornemann auch ausgefallene Metallobjekte, Schalen und Tierskulpturen, mit. Auf seinem ?abgeschlossenen? Stand findet der Messeflaneur Kunstwerke zu Preisen zwischen 5.000 und 200.000 Euro.

Von Mädchen und Weibern, Arbeiterinnen und Salonmiezen

Mit ihrem ersten Messeauftritt macht sich Renate Krümmer einem breiten Publikum bekannt. Bislang war die Volkswirtin eher in der Medien- und Bankenwelt bekannt. Sie arbeitete u.a. als Chefcontrollerin bei der Commerzbank, danach sorgte sie als Geschäftsführerin bei J. C. Flowers für den Einstieg bei der Hypo Real Estate. 2009 verließ die Managerin, die sich in 15 Jahren eine ansehnliche Kunstsammlung aufgebaut hat, die ins Straucheln geratene Banken- und Immobilienbranche und mutierte von der Sammlerin zur Kunsthändlerin. Krümmers origineller Fokus liegt auf Frauen- und Mädchendarstellungen aus der Zeit von 1870 bis 1950.

Ein Augenfänger ist die rare vollständige Vorzeichnung von Max Liebermann für das Gemälde „Flachsscheuer in Laren“ von 1886, das in der Nationalgalerie in Berlin hängt. Meist skizzierte Liebermann einzelne Gruppen, nur wenige Kompositionsstudien tauchen auf dem Markt auf. Für die den niedrigen Raum rhythmisierenden Mädchen erwartet Krümmer 68 000 Euro. Eine echte Wiederentdeckung ist die Zeichnerin DODO, die für die Magazine Ulk, Uhu und Jugend arbeitete. Ihr kühles Deckfarbenblatt Eiskunstlauf kostet 95 000 Euro. Die mit Modeillustration bestens vertraute DODO hält just jenen Augenblick fest, als ein geckenhafter, männlicher Schlittschuhläufer bei den versammelten Damen am Rand so gar keinen Eindruck zu schinden vermag.

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