Comic und Geschichte
Asterix erobert das Saarland

In der Ausstellung „Asterix & Die Kelten“ treffen die Comic-Helden auf archäologische Funde aus der Zeit der Kelten und Römer. Gleichzeitig kann der Besucher die komplette Entstehung eines Asterix-Heftes verfolgen.
  • 0

VölklingenDie Gallier erobern das Saarland: Asterix und Co. sind ab Samstag im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen. „Es ist ein künstlerischer Mythos, der von Generation zu Generation weitergegeben wird“, sagt der Schirmherr der Ausstellung „Asterix & Die Kelten“, Philippe Cerf, Französischer Generalkonsul im Saarland am Mittwoch. In der alten Gebläsehalle des Industriemuseums ist die komplette Entstehung eines Asterix-Heftes zu sehen. Gezeigt werden Manuskripte, Skizzen, Entwürfe und Druckvorlagen.

Die Exponate verwandeln das ehemalige Stahlwerk in eine begehbare Comic-Landschaft. „Wir haben unter anderem 128 Blätter dabei, um jedes einzelne wurde gerungen“, beschreibt der Generaldirektor der Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig, die Entstehung der 500.000 Euro teuren Ausstellung. Nach seinen Angaben werde damit in Völklingen der weltweit derzeit größte Überblick an Zeichnungen und Bildern aus der Produktion der Comicreihe gezeigt.

600 Exponate zum Thema Asterix

Finanziert wird die Ausstellung aus den Einnahmenüberschüssen der vorangegangenen Kelten-Schau, die mit mehr als 200.000 Besuchern die erfolgreichste Präsentation in der Geschichte des Weltkulturerbes war. „Asterix & Die Kelten“ mit seinen insgesamt rund 600 Exponaten wurde dabei eigens für die Völklinger Hütte entwickelt.

Bestandteil der Ausstellung sind auch archäologische Funde aus der Zeit der Kelten und Römer. Damit wollen die Veranstalter die fiktiven Geschichten mit der Zeit verknüpfen, auf die sie sich beziehen. „Dieser erfolgreichste europäische Comic überhaupt, mit einer weltweiten Auflage von 350 Millionen Stück, hat für das Verständnis dieser Kultur mehr getan als alle archäologischen Arbeiten“, sagt Grewenig.

Generalkonsul freut sich aufs Schmökern

Als „Meisterwerk“ empfindet Generalkonsul Cerf die Ausstellung. „Die Asterix-Geschichten sind eine Art Kunstkonstruktion und ich freue mich sehr, dass wir hier sehen können, wie historische Objekte dadurch zu einer anderen Schöpfung geworden sind“, betont er. Die Witze der Autoren René Goscinny und Albert Uderzo seien jedem Franzosen bekannt.

„Mein Lieblingscomic ist Asterix und Cleopatra. Aber eigentlich mag ich alle und habe als Kind immer ungeduldig auf die Hefte gewartet.“ Diese kann Cerf sich natürlich auch in der Ausstellung noch einmal durchlesen oder er kann sich ins Museumskino setzen. Dort werden alle Asterix-Verfilmungen durchlaufend gezeigt.

Nach der Eröffnungsveranstaltung am Freitag (19.30 Uhr) ist die Ausstellung ab Samstag bis zum 9. April 2012 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Comic und Geschichte: Asterix erobert das Saarland"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%