Contemporary Art: Kasse machen mit Cy Twombly

Contemporary Art
Kasse machen mit Cy Twombly

Das Angebot der Londoner Contemporary Art Auktionen ist breit gestreut, mit einem starken Akzent auf Skulpturen. Die Gesamtschätzung liegt fast so hoch wie der Umsatz mit Moderner Kunst Anfang Februar 2015.
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LondonNichts wirkt belebender auf den Markt als ein Rekordpreis. Im November hob der Rekordpreis von 70 Millionen Dollar für Cy Twomblys „Blackboard“ Gemälde aus dem Besitz seines Partners Nicola de Roscio 70 Millionen Dollar das Preisniveau des Künstlers. Nun werden vom 10. bis 13. Februar 2015 bei den Auktionen für zeitgenössische Kunst in London nicht weniger als zehn Twomblys angeboten: einer bei Phillips, vier bei Sotheby’s, fünf bei Christie’s.

Ein 177 cm breites Blackboard Painting von 1970 hat hier eine unveröffentlichte Schätzung um 15 Millionen Pfund. Die Marktfrische und Reputation des Rekordhalters hat der neue Hoffnungsträger aber nicht. Das Bild war erst 2012 von dem Filmproduzenten Stavros Merjos für 17,4 Millionen Pfund ersteigert worden, damals ein Rekordpreis. Christie’s hat eine Preisgarantie gegeben.

Twomblys 1962 gemaltes Gemälde „Death of Pompey (Rome)“ hat die gleiche Größe, aber blutrote Markierungen und ist auf 4 bis 6 Millionen Pfund geschätzt. Sotheby’s Spitzenlos, „Crimes of Passion“, wird von Rockstar Eric Clapton eingeliefert. Auch dieses Bild wurde erst im Herbst 2012 für 5,8 Millionen Dollar gekauft; und zwar mit dem Erlös eines von Clapton zuvor in London für 21 Millionen Pfund verkauften Gerhard Richter-Werkes. Ein kleines Blackboard Painting aus deutschem Sammlungsbesitz mit dem Titel „Rome“ kostet 2 bis 3 Millionen Pfund.

Sparsamerer Umgang mit Garantien

Nach der Erfolgswoche mit der Modernen Kunst, in der 380 Millionen Pfund umgesetzt wurden, zielen die Auktionshäuser mit der Contemporary Art fast so hoch. Sotheby’s hat seine höchste Londoner Gesamtschätzung für die Sparte mit 103 bis 136 Millionen Pfund, wenn man die Abendauktion am 10. Februar mit den folgenden Tagauktionen zusammen nimmt.

Bei Christie’s, wo man am 11. Februar beginnt, werden 110 bis 149 Millionen Pfund erwartet. Auffallend ist, dass Christie’s mit Garantien sparsamer umgegangen ist als bei seiner letzten Rekordauktion in New York. Vielleicht eine Folge des Führungswechsels in der King Street. Am 12. Februar stoßen Bonhams mit einer kleinen Auktion von 45 Losen und am Abend Phillips dazu. Unwahrscheinlich ist trotz allem, dass der Londoner Gesamtrekord von 701 Millionen Dollar vom Februar 2014 übertrumpft wird.

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