Contemporary Art: Marktfrisches Angebot an globaler Kunst

Contemporary Art
Marktfrisches Angebot an globaler Kunst

Zeitgenössische Kunst für mindestens eine halbe Milliarde Pfund kommt in London unter den Hammer. An marktfrischen Werken herrscht kein Mangel. Eine Attraktion dürfte die Arte Povera-Sammlung .
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LondonDie Londoner Contemporary Auktionen beginnen am 10. Februar 2014 bei Phillips mit einer kleinen Abendauktion. Arbeiten von Gerhard Richter, Christopher Wool, Chris Ofili und anderen kommen für knapp 20 Millionen Pfund zum Angebot. Es ist der Auftakt für eine Woche, die den Gesamtumsatz der Londoner Februarauktionen nach den Moderneauktionen leicht über die halbe Milliarde Pfund steigern wird. Das Material ist reichhaltig und marktfrisch – ein Zeugnis für den „Tugendkreis“, der aktuellen Marktlage, wie Christie’s Chef Steve Murphy sie dem Handelsblatt beschrieb: „Sowohl die Verkäufer, als die Käufer haben großes Vertrauen in den Markt“.

Aus Mailänder Quellen

Das den Markt wohl meistbewegende Ereignis dürfte eine museale italienische Privatsammlung werden, die von Christie’s unter dem Titel „Eyes wide open“ angeboten wird. Die Preise für die aus „armen“, kunstlosen Materialien in den späten 1960er-, frühen 1970er-Jahren entwickelte „Arte Povera“ steigen seit Jahren, sind gemessen an ihrer kunsthistorischen Bedeutung aber immer noch eminent „vernünftig“. 109 Lose werden in der Abendauktion am 11. Februar für eine Gesamtschätzung von 25 Millionen Pfund angeboten.

Christie’s nennt die Eigentümer nicht. Das Studium der Leihgabengeschichte ergibt aber, dass es sich um die Sammlung der Mailänder Mode- und Schmuckdesignerin Marina Fossati und ihres Mannes Nerio handelt. Die Werke wurden in den letzten 25 Jahren meist über den Mailänder Handel, nur gelegentlich in Auktionen erworben. Etwa Giulio Paolonis Konzept-Serie „Ennesima (appunti per la descrizione di sette tele datate 1973), die 2003 für 23.900 Pfund in einem Londoner „Italian Sale“ ersteigert wurde. Nun sind 120.000 bis 180.000 Pfund angesetzt.

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