Contemporary Fine Arts
Rückblick auf unbescheidene Anfänge

Die Berliner Galerie Contemporary Fine Arts erinnert an ihre Eröffnung vor 20 Jahren. Ihre Gründer, Nicole Hackert und Bruno Brunnet, haben seither eine gute Nase für Künstler mit Marktpotential bewiesen. Ein Blick auf das ästhetische Spektrum des Programms.
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BerlinAuf dem internationalen Kunstmarkt gehört die Galerie Contemporary Fine Arts zu den mittelgroßen, in Berlin ist sie unbestreitbar eine der ganz großen. Dieser Tage liefert das 20-jährige Jubliäum den Anlass für eine Art „Standortbestimmung“. So bezeichnet Nicole Hackert, neben Bruno Brunnet Mitbegründerin der Galerie, den Ausstellungsrückblick, mit dem die Galeristen die ästhetische Spannweite ihres Galerieprogramms abstecken. Es reicht vom Sofa-Objekt des dänischen Wilden Tal R über figurative Malerei von Chris Ofili oder Gert und Uwe Tobias bis zu abstrakter Malerei von Katja Strunz und Anselm Reyle.

Im zweiten Saal der Galerie im Obergeschoss des von David Chipperfield entworfenen Galerienhauses ist parallel dazu eine erste posthume Einzelausstellung des im vergangenen Jahr verstorbenen Malers Norbert Schwontkowski zu sehen, dessen Nachlass die Galerie betreut.

Nase für wegweisende Künstler

„How Soon Was Now“ – dieser Ausstellungstitel, der auf einen Songtitel der britischen Rockband The Smiths anspielt, lässt sich mit „Wie schnell ist die Zeit vergangen“ übersetzen. In den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens hat das Galeristenpaar eine gute Nase für wegweisende Künstler überwiegend der eigenen Generation bewiesen. Nachdem er zwei Jahre lang die Galerie BB Fine Art in Wilmersdorf geleitet hatte, gründete Bruno Brunnet 1994 zusammen mit der frischgebackenen Kunsthistorikerin Nicole Hackert die Galerie, deren Name Contemporary Fine Arts in der damals stark im Wandel befindlichen Berliner Galerienszene zugleich programmatisch und unbescheiden daher kam.

Der Berliner Maler und Fruchtgroßhändler Herbert Volkmann, der vor wenigen Wochen starb, hatte den beiden Galeriegründern damals finanziell unter die Arme gegriffen, berichtet Nicole Hackert. Nach einem Start im Hinterhof eines Sozialbaus in Charlottenburg folgte die Galerie 1996 dem zunehmendem Sog in Richtung Mitte, wo sie zunächst in den Sophie-Gips-Höfen – in Nachbarschaft der Sammlung Hoffmann – und seit dreieinhalb Jahren im Galerienhaus am Kupfergraben residiert.

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Rückblick auf unbescheidene Anfänge

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Schlagzeilen mit Jonathan Meese

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