Corporate Social Responsibility
Unternehmerische Verantwortung für mehr Selbstvertrauen

Nach dem umfangreichen Werk über Marken veröffentlicht der Herausgeber Florian Langenscheidt ein neues großes Übersichtsbuch. Diesmal legt der Unternehmer aus der traditionsreichen Verlegerfamilie in seinem Verlag Deutsche Standards einen Überblick über das gesellschaftliche Engagement der deutschen Wirtschaft vor. Olaf Salié, Chefredakteur des Fachverlages sprach mit Handelsblatt.com über unternehmerische Verantwortung.

Im Rahmen der Buchmesse präsentiert der Verlag Deutsche Standards sein Buch Corporate Social Responsibility (CSR). Worum geht es?
Salié: Wir sammeln in dem Buch Beispiele für unternehmerisches Engagement. Während das Konzept Corporate Social Responsibility in den USA schon seit vielen Jahren eine Rolle spielt, ist für deutsche Unternehmen diese strategische Betrachtung von unternehmerischen Verantwortung eher neu. Es geht ja nicht darum, einfach nur Geld für einen guten Zweck in die Hand zu nehmen, sondern darum eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten zu erzeugen. Die Boston Consulting Group zum Beispiel unterstützt den Wirtschaftsunterricht an Schulen mit Know-How und mit Material, natürlich auch um ihren potenziellen Nachwuchs kennenzulernen.

Unternehmerisches Engagement ist in Deutschland doch nicht neu?
Salié: Das Engagement an sich nicht, neu ist die institutionelle und strategische Umsetzung. Wir beobachten seit ungefähr zwei Jahren, dass deutsche Unternehmen auch eigene Abteilungen für CSR gründen und Mitarbeiter beschäftigen, die langfristige Projekte organisieren.

Wer soll das Buch lesen?
Salié: Das Buch richtet sich an eine hoffentlich interessierte Öffentlichkeit. Wir stellen Unternehmen und Unternehmer vor, die wir für vorbildlich erachten und wir möchten natürlich, dass andere Unternehmen die Möglichkeiten des sozialen Engagements zur Kenntnis nehmen.

Warum gerade jetzt?
Salié: Im Zuge der Globalisierung stehen die Unternehmen in einer besonderen Verantwortung und vor allem in der Kritik der Öffentlichkeit, Stichwort Heuschreckendebatte. Doch wir wollen zeigen, dass viele Unternehmen ihre unternehmerische Verantwortung sehr ernst nehmen. Das zeigt ja schon der Umweltschutz, der in Deutschland sozusagen erfunden wurde.

Der Verlag Deutsche Standards veröffentlichte einen Band über deutsche Weltmarktführer, über Marken und ihre Geschichte und jetzt über Corporate Social Responsibility. Wie sucht sich der Verlag seine Themen?
Salié: Wir wollen mit unseren Bänden einen positiven Beitrag gegen die schlechte Stimmung und die Verzagtheit in Deutschland leisten. Man könnte hierzulande ruhig ein bisschen mehr Selbstvertrauen haben und sich darauf besinnen, welche Stärken die deutsche Wirtschaft hat. Und wir hatten Erfolg: Seit unserem Buch über die Weltmarktführer reden wieder alle über den deutschen Maschinenbau und die deutsche Elektrotechnik, weil die Deutschen in diesen Bereichen absolute Spitzenklasse sind.

Florian Langenscheidt (Hrsg):
Deutsche Standards - Unternehmerische Verantwortung.
Verlag Deutsche Standards,
Köln 2005,
384 Seiten,
78 Euro

Das Interview führte Henrike Marlow, Handelsblatt.com.

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