Country-Legende Johnny Cash ging fast leer aus
MTV ehrt Missy Elliotts „Work It“ als Video des Jahres

Die Rapperin Missy Elliot hat für ihren Hit „Work It“ den begehrten MTV-Preis „Video des Jahres“ bekommen. Gleich drei Auszeichnungen gab es für Justin Timberlake, Beyonce Knowles und Coldplay, die damit ebenfalls zu den großen Gewinnern des Abends zählten.

Reuters NEW YORK. Auch Rap-Star Eminem war am Donnerstagabend in der New Yorker Radio City Music Hall unter den Preisträgern. Diesmal erhielt er aber im Gegensatz zum Vorjahr nur einen der begehrten Video Music Awards des Musik-TV-Senders MTV, und zwar für den Titelsong „Lose Yourself“ seines Kinofilms „8 Mile“. 2002 war der skandalerprobte Sänger mit vier Auszeichnungen noch der erfolgreichste Abräumer.

Zur Überraschung der meisten Gäste ging auch Country-Legende Johnny Cash fast leer aus. Sechs Mal war der 71-Jährige in diesem Jahr nominiert, einen „Moonman“ gab es jedoch lediglich für die beste Cinematografie seines Videos „Hurt“. Viele Fans und Kritiker hatten erwartet, dass Cash den wesentlich wichtigeren Award für das beste Video eines männlichen Künstlers erhalten würde. Dieser ging jedoch an Mädchenschwarm Timberlake.

„Das ist eine Travestie. Ich verlange eine Nachzählung“, sagte Timberlake, als er den Preis für sein Video „Cry Me a River“ entgegennahm. Er sei mit der Musik von Johnny Cash groß geworden. „Und ich finde, er verdient dies mehr als jeder andere von uns hier heute Nacht.“ Timberlake sprach damit vielen der meist jungen MTV-Zuschauern aus der Seele, bei denen Cash spätestens seit seiner Zusammenarbeit mit Rock-Produzent Rick Rubin Kultstatus erreicht hat. Auf seinen neueren Alben interpretiert Cash Lieder von Rockbands wie U2 und Nine Inch Nails, von denen auch das düstere „Hurt“ stammt. Bei der Preisverleihung am Donnerstag konnte er jedoch nicht dabei sein, da er wegen Magenproblemen im Krankenhaus lag.

Auch die britische Gruppe Coldplay verneigte sich vor Cash, als sie ihm ihren umjubelten Live-Auftritt widmete. „The Scientist“ von der Band um Sänger Chris Martin wurde unter anderem geehrt mit dem Award für das beste Video einer Gruppe und das „Breakthrough Video“, dem Preis für den bemerkenswertesten Durchbruch des Jahres im Musik-Geschäft.

Eine Verneigung der anderen Art inszenierten die Pop-Stars Britney Spears und Christina Aguilera. Beide eröffneten den Abend mit dem Madonna-Klassiker „Like a Virgin“ aus dem Jahr 1984. Es war jedoch die Pop-Diva selbst, die den Auftritt zu einem Höhepunkt der Veranstaltung machte, als sie zu ihren beiden jüngeren Kolleginnen auf die Bühne stieß und zum Raunen des Publikums diese innig küsste. Schließlich gesellte sich auch noch Elliot zu dem Trio. Ihr Video zu „Work It“ wurde später nicht nur „Video des Jahres“, sondern auch noch „bestes Hip Hop Video“.

Beyonce Knowles' „Crazy in Love“ wurde drei Mal ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für das beste Video einer Künstlerin. Eine Preis für ihr Lebenswerk erhielt die Pop-Band Duran Duran, die ihre großen Hits in den 80er Jahren feierte, als MTV noch in den Kinderschuhen steckte. Weitere Preisträger waren auch Radiohead (“There, There“), The White Stripes (“Seven Nation Army“) und 50 Cent (“In Da Club“).

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