Daniel Craig ist 007
Neuer Bond ist eine Fälschung

Der neue "James Bond" ist kein richtiger 007. Er ist blond. Doch ansonsten besitzt er auch im richtigen Leben alles, was den Agenten ihrer Majestät ausmacht. Frauengeschichten inklusive.

HB LONDON. Wer beim heißen Finale im Casino von Royale-les-Eaux die nicht minder heiße Doppelagentin an der Seite von James Bond spielen darf, ist zwar noch ungewiss. Doch eines ist seit Freitag so sicher wie die stille Liebe von Chefsekretärin Moneypenny zum heißesten Agenten des Königreichs: Der neue Bond ist blond, 37, hoch gewachsen, ansehnlich mit einer Spur von Versonnenheit in den Augen und heißt Daniel Craig.

Eigentlich hat uns Ian Fleming, der Schriftsteller und geistige Vater des Mannes mit der „Lizen zum Töten“, ja recht klare Anweisungen hinterlassen, wie 007 zu sein hat: Spross eines vornehmen Hauses, ausgebildet an der privaten Eliteschule Eton. Volles schwarzes Haar sollte er haben, das ihm über der Stirn fiel „wie ein dunkles Komma“.

Und nun kommt der Sohn eines Gerüstbauers und Ex-Matrosen der Handelsmarine und einer Kunstlehrerin aus dem gutbürgerlichen Städtchen Chester im Nordwesten Englands. Ein Bursche, der mit 16 nicht an höhere Bildungsweihen dachte, sondern die staatliche Gesamtschule verließ.

Einer, der nicht an der frischen schottischen Höhenluft aufwuchs, sondern in Liverpool - zu Zeiten als die Beatles-Stadt am Mersey-Fluss Mitten in der Ära Thatcher als „irremachendes schwarzes Loch der Arbeits- und Hoffnungslosigkeit“ beschrieben wurde. Ein Typ, der als ebenso bodenständiger wie genialer Mime gilt, zweifellos mit einem Touch von Proletariat. Einem sehr charmanten, wie die Freundinnen Heike Makatsch und Kate Moss das wohl empfunden haben könnten.

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