Das Ende einer Ära
Danke, Harry Potter!

Am 14. Juli startet der letzte Kinofilm der Harry-Potter-Saga. Es ist auch das große Finale des beispiellosen Comebacks von Kinderbüchern. Junge Menschen lesen wieder – und zwar mehr denn je. Das wirkt sich mehr auf ihr Werteverständnis aus als alles andere.
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Der Autor dieser Zeilen war gerade 18 geworden, als der erste Band von Harry Potter auf Deutsch erschien. Und damit zu alt, um selbst zur Generation Potter zu gehören – schließlich setzt man sich in diesem Alter nicht mit Buch ins Freibad, auf dessen Cover ein bebrillter Zauberlehrling zu sehen ist.

Doch die etwas jüngeren Kinder begleitet Harry Potter seitdem durchs halbe Leben – vom Alltag in der Schule zum ersten Kuss und über die erste große Enttäuschung hinweg. Nun endet das Abenteuer mit dem letzten Kinofilm. Eine Gelegenheit, um zu schauen, was die Autorin Joanne K. Rowling da geschafft hat – außer selbst irre reich zu werden.

Die vergangenen zehn Jahre waren die Dekade der Märchen – sowohl im Buchladen als auch im Kino. Da ist ja nicht nur Harry Potter, sondern auch der Hype um „Herr der Ringe“ und mit Abstrichen auch die Reihe „Die Chroniken von Narnia“ von C.S. Lewis, übrigens das große Vorbild von Rowling.

Und mit den Jahren wurden es immer mehr: Die Eragon-Reihe schaffte es ins Kino, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Ähnlich war es mit der Saga „Der goldene Kompass“. Als Bücher reüssierten Fantasy-Märchen wie „Tintenherz“ von Cornelia Funke und „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins. Zudem zauberte Stephenie Meyer mit der vierteiligen Vampirsaga „Twilight“ einen Riesenerfolg hin – sowohl im Buchhandel als auch in den Kinosälen. Streng genommen muss man den Kino-Dreiteiler der Transformers-Serie sogar auch noch in den Bereich Fantasy-Märchen einordnen.

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Was vom Hype hängen bleibt

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  • Der Halbblutprinz ist Snape, nicht Voldemort.

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