Dauerausstellung eröffnet
Tränenpalast wird Ort der Erinnerung

Im Tränenpalast ist im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel eine Dauerausstellung eröffnet worden. Sie soll die Realität der deutschen Teilung zeigen.
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BerlinIm Berliner Tränenpalast ist am Mittwoch eine Dauerausstellung über die deutsche Teilung eröffnet worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (beide CDU) nahmen am ersten Rundgang durch das Gebäude teil, das am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte zwischen 1962 und 1989 als Abfertigungshalle für Ausreisende aus der DDR gedient hatte. „Der Tränenpalast erinnert wie kaum ein anderer historischer Ort an die Teilung Deutschlands und die damit verbundenen Schicksale“, erklärte Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, anlässlich der Eröffnung.

Die Stiftung präsentiert im Tränenpalast die Ausstellung „GrenzErfahrungen“. Auf 550 Quadratmetern führt sie in die Realität der zwei deutschen Staaten zurück. Zu sehen sind unter anderem eine original Grenzaberfertigungskabine und ein zwei mal zwei Meter großes Modell der Grenzabfertigungsanlagen. Außerdem können die Besucher Videoberichte von Zeitzeugen, zahlreiche historische Dokumente und Fotos sehen.

Der trapezförmige Pavillon, der im Volksmund schnell als Tränenpalast bekannt wurde, wurde nach dem Mauerbau errichtet. Jeder, der die DDR auf dem Schienenweg verlassen wollte, musste ihn durchqueren. Nach dem Mauerfall war der Palast zunächst für Rockkonzerte genutzt worden. 2003 stellte das Land ihn unter Denkmalschutz. Seit 2006 stand er leer, nachdem das Land Berlin das Gelände mit dem Palast an einen Investor verkauft hatte. Dieser ließ dort das wegen seiner massiven Architektur umstrittene Bürohaus „Spreedreieck“ errichten. Seit Januar 2010 ist der Bund Mieter im Palast.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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