DDR-Drama Barbara
Chancen auf Oscar-Nominierung

Silberner Bär, Lola und als nächstes der Oscar? Die Jury der German Films entschied, dass Barbara als deutscher Film bei den Oscars antreten soll. Ob der Film für die Trophäe nominiert wird, entscheidet die Academy.
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München.Das DDR-Drama „Barbara“ von Christian Petzold geht im kommenden Jahr für Deutschland ins Oscar-Rennen. Das entschied eine von German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films, eingesetzte Jury am Donnerstagabend.

„Der Film "Barbara" überzeugt durch seine große formale Klarheit und eine starke Frauenfigur, die im Widerspruch zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung ihre persönliche Entscheidung trifft“, begründete der Jury-Vorsitzende Stefan Schubert die Wahl. Beim Deutschen Filmpreis 2012 wurde „Barbara“ bereits mit der Silbernen Lola ausgezeichnet, Petzold bekam bei der Berlinale den Silbernen Bären für die beste Regie.

Regisseur Petzold und die Produzenten Florian Koerner von Gustorf und Michael Weber erhoffen sich von der Jury-Entscheidung vor allem Werbewirkung, wie sie in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten: „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung, dass unser Film als deutsche Oscar-Einreichung ins Rennen geht“, hieß es darin. „Nach der Berlinale und den erfolgreichen Kinostarts in Deutschland und Frankreich kommt dies genau zum richtigen Zeitpunkt für die anstehenden Starts von „Barbara" in den USA, Großbritannien, Spanien und Italien.“

„Barbara“ erzählt eine Liebesgeschichte im einstigen Arbeiter- und Bauernstaat. Es ist die Geschichte der jungen Ärztin Barbara, die aus der Berliner Charité in die Provinz strafversetzt wird, weil sie einen Ausreiseantrag gestellt hat. Sie will zu ihrem Freund in den Westen. Doch dann lernt Barbara ihren neuen Chef kennen. In den Hauptrollen sind Nina Hoss und Ronald Zehrfeld zu sehen.

„Barbaras“ Geschichte verwies unter anderem Leander Haußmanns „Hotel Lux“, David Wnendts „Kriegerin“ und Til Schweigers „Schutzengel“ auf die Plätze. Insgesamt befanden sich acht Filme in der Oscar-Vorauswahl. Ob „Barbara“ tatsächlich eine der fünf Oscar-Nominierungen bekommt, hängt nun von der Academy in den USA ab. Die bewies zuletzt 2006 ein besonderes Faible für DDR-Stoffe. Damals gewann Florian Henckel von Donnersmarcks „Das Leben der Anderen“ den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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