Deep Purple, Led Zeppelin & Co. „Radikal, intensiv und roh“

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Traditionsbewusst und Hype-resistent
Fans der harten Gitarrenriffs erfreuen sich seit Jahrzehnten ihrer sich selbst treu gebliebenen Lieblingsmusik. Quelle: dpa
Hardrock

Fans der harten Gitarrenriffs erfreuen sich seit Jahrzehnten ihrer sich selbst treu gebliebenen Lieblingsmusik.

(Foto: dpa)

Für Hypes sind Hardrocker wenig empfänglich. Dieses Traditionsbewusstsein verhalf dem Genre auch, sich gegen später aufkommende Krisen zu wappnen. Zunächst entwickelt sich der Hardrock aber weiter zum Heavy Metal und brachte in den 1980er-Jahren Megastars wie Metallica oder Guns n' Roses hervor.

Die beriefen sich auf Vorreiter wie Black Sabbath oder Deep Purple. „Sie waren mein musikalisches Rückgrat, als ich sie im Alter von neun Jahren das erste Mal gehört habe“, sagte Metallica-Drummer Lars Ulrich über Deep Purple.

Dank einem veränderten Medienzeitalter und einem Musiksender wie MTV avancierten Guns n' Roses Ende der 1980er-, Anfang der 1990er-Jahre zu den letzten Superstars des Hardrock-Business. Die Gunners lebten das Klischee des Sex, Drugs & Rock'n'Roll-Lifestyles wie kein anderer Vertreter und schafften es, ins Bewusstsein des Normalbürgers vorzudringen. „Axl Rose kennt sogar meine Mutter“, bemerkte Kühnemund.

Erst Kurt Cobain und die Grungewelle bescherten dem Metal in den 1990er-Jahren eine Identitätskrise. Plötzlich war es uncool, Hardrocker zu sein. „Das lag auch daran, dass die Mädels umgeschwenkt sind, weil Grunge tanzbarer war“, erinnerte sich Kühnemund.

Aber der Metal hat diese Krise einfach ausgesessen. Grunge war am Ende nur eine Welle. Kurt Cobain ist tot, der Hardrock lebt weiter. Das plötzliche Interesse des Mainstreams am früher verpönten Heavy Metal hat dazu beigetragen: Über das Phänomen Wacken-Festival mit seinen etwa 80.000 Besuchern hat sogar das „Heute-Journal“ berichtet.

Retro-Rockbands wie Graveyard und Blues Pills tragen neben Airbourne oder The Darkness das Erbe weiter. Und die Fans müssen nicht auf die Klassiker verzichten: Bis vor kurzem haben AC/DC und Black Sabbath noch Generationen in die Stadien gelockt.

Guns n' Roses mobilisieren nach der Reunion von Axl Rose mit Slash und Duff McKagan die Massen fast so wie zu ihrer Hochphase vor gut 25 Jahren. Und Deep Purples aktuelles Album „inFinite“ stürmte auf Platz eins der Album-Charts.

  • dpa
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