Der Kurzfilm ist seit den 70ern weitgehend aus dem Kino verschwunden
50 Jahre Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Vom 29. April bis 4. Mai laufen die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen zum 50. Mal an. Bundeskanzler Schröder wird die Veranstaltung am Donnerstag eröffnen, auf der schon Größen wie Polanski, Herzog und Resnais vertreten waren.

HB OBERHAUSEN. Rund 5 300 Filme aus aller Welt sind in den vergangenen 50 Jahren seit Gründung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen über die Festival-Leinwand geflimmert. Doch die bloßen Zahlen sind nicht entscheidend für den Ruf des weltweit ältesten und immer noch wichtigsten Kurzfilm-Festivals. Oberhausens damaliger Volkshochschul-Chef Hilmar Hoffmann, erst später einer der bedeutendsten deutschen Kulturpolitiker, hatte das Festival als „Westdeutsche Kulturfilmtage“ im Herbst 1954 aus der Taufe gehoben.

Die kurze, ökonomisch fast unabhängige Filmform eignete sich über Jahrzehnte zum politischen Manifest ebenso vorzüglich wie zum ästhetischen Experiment: Namen wie Agnes Varda, Roman Polanski, Rosa von Praunheim, Werner Herzog, Alain Resnais oder Romuald Karmakar tauchen bei der Retrospektive des diesjährigen Jubiläums-Festivals (29. April bis 4. Mai) auf, das Bundeskanzler Gerhard Schröder am Donnerstag eröffnen wird. Nicht wenige dieser Kamera-Künstler haben ihre ersten Erfahrungen als Kurzfilmer gesammelt.

Unter dem idealistischen Motto „Weg zum Nachbarn“ war Oberhausen auch im kältesten Kalten Krieg der Ort, an dem - wenn auch unter manchen Schwierigkeiten - via Film bei Flaschenbier und Frikadellen das Gespräch mit Künstlern und Funktionären aus dem „Ostblock“ gesucht und gefunden wurde. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs machten zahlreiche Beiträge wie „Sovietskaja Elegija“ von Alexander Sokurov (1989) mit dem Lebensgefühl im post-sozialistischen Osten vertraut.

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