"Der perfekte Heilige"
Konfuzius fasziniert nicht nur die Chinesen

Konfuzius, Inbegriff chinesischer Weisheit, fasziniert die Menschen im Westen heute wohl mehr denn je. Die bis zum 15. März verlängerte Ausstellung in Paris „Konfuzius - In der Morgendämmerung des chinesischen Humanismus“ ist der Renner.

HB PARIS. „Es hat keinen Zweck, sich mit solchen zu beraten, die einem anderen Weg folgen“, lautet eine der typischen, zeitlosen Lebensweisheiten des Philosophen (551-479 v.Chr.). Zahlreiche Buchveröffentlichungen stehen für die Popularität, in Paris erweist sich die bis zum 15. März verlängerte Ausstellung „Konfuzius - In der Morgendämmerung des chinesischen Humanismus“ als Publikumsmagnet. Jeden Tag kommen durchschnittlich 1 000 Besucher. „Das ist ein großartiger Erfolg“, erklärt die Leitung des vor zwei Jahren neu renovierten Asienmuseums Guimet in der Nähe des Trocaderos.

Das Interesse dürfte auch mit darauf zurückzuführen sein, dass die Volksrepublik China mit einem großen Wirtschaftswachstum auf sich aufmerksam macht. „Weniger Gewissheiten, mehr Fragen. Der Mensch des 21. Jahrhunderts dreht dem dogmatischen Denken den Rücken zu. Jeder stellt sich heute seine Religion zusammen und entleiht links und rechts die Elemente, die seiner spirituellen Entfaltung am ehesten zusagen“, schreibt Frédéric Lenoir in seinem vor wenigen Monaten erschienenem Buch „Les métamorphoses des dieux“ (Die Metamorphosen der Götter). Vor allem die Philosophien des Orients wie Zen, Tai Chi, Feng Shui - und die Lebensweisheiten des Konfuzius sprechen das Empfinden moderner Menschen im Westen an.

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