Der Schauspieler Anthony LaPaglia
Der harte Aussie

Leg’ dich nicht mit mir an. Es gibt nur eine Hand voll Schauspieler, die ihrem Gegenüber diese Warnung vermitteln können, ohne die Stimme zu heben, überhaupt einen Ton zu sagen oder auch nur die Miene zu verziehen. Anthony LaPaglia ist einer davon.

Er ist ein Schauspieler, der selbst noch kleinsten Rollen, wie dem New Yorker Polizisten in Spike Lees mörderischem „Summer of Sam“, eine Authentizität gibt, die man manch anderer Produktion für ihre Hauptrollen wünschen würde.

„Das ist nichts, was ich vor dem Spiegel üben würde“, lacht Anthony LaPaglia, als der Reporter ihn bei der Begrüßung in einem Londoner Hotel mit dieser Beobachtung konfrontiert. Der 46-Jährige hat gut lachen, ist er doch in den USA auf der Höhe seines Schaffens.

Mit der TV-Krimi-Serie „Without A Trace“ („Spurlos verschwunden“) hat er sich ins Bewusstsein von Millionen von Amerikanern gespielt, ist mit Preisen wie dem „Golden Globe“ geehrt worden und ist auch dem deutschen Publikum mittlerweile gut bekannt (Kabel eins, freitags, 21.15 Uhr).

LaPaglia spielt in der Serie den Ermittler Jack Malone, Chef einer New Yorker FBI-Spezial-Einheit, die ausschließlich nach vermissten Personen sucht.

Während er als FBI-Mann stets im dunklen Anzug und mit Krawatte auftritt, ist er zum Interview in einer dieser Jeans erschienen, die der Hersteller ganz bewusst auf uralt, verschlissen und damit cool getrimmt hat. „Für eine neue reicht es nicht“, kokettiert er.

„Wissen Sie, wenn man die Schauspielerei ernsthaft betreibt und nicht gerade ein Superstar wie Tom Cruise ist, dann ist es in den USA gar nicht so einfach, seine Familie zu ernähren. Filme, die an der Kasse erfolgreich sein sollen, brauchen nun einmal einen Superstar. Und der bekommt dann 15 oder 20 Millionen Dollar. Während der Rest des Ensembles mit zwei Millionen auskommen muss, gemeinsam, wohlgemerkt!“

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