Der Welt-Untergang von Roland Emmerichs
Neu im Kino: "The Day After Tomorrow"

Es wird kalt. Eiskalt. Roland Emmerich lässt in seinem Katastrophenfilm das Klima abstürzen und Kälte über die Welt hereinbrechen. Tornados verwüsten Hollyood, Hagel zerstört Tokyo, eine Flut überschwemmt New York.

Dann erstarrt die nördliche Halbkugel in schneidender Kälte. Alles Leben stirbt ab. Roland Emmerich kann das in Szene setzen. Er beherrscht das Katastrophenszenario. Er ist ein Meister der Effekte. Es macht ihm Spaß, einen Tanker durch die Straßenschluchten Manhattans schliddern zu lassen oder, später, die Stadt in eine klirrende Eislandschaft zu verwandeln.

Dazu gibt es eine kleine Geschichte, die zu erzählen ihm weit schwerer fällt. Sie handelt von einem Klimaexperten (Dennis Quaid), der die Katastrophe vorhersieht, der den Vize-Präsidenten vergeblich warnt, und der sich durch Schnee und Eis und Kälte zu seinem Sohn durchschlägt, der in der New Yorker Public Library Zuflucht suchte und mit ein paar anderen der Kälte durch das Verbrennen von Büchern widersteht.

Diese Geschichte ist Beiwerk, überflüssig eigentlich, eine Verbindung nur zwischen den Katastropenszenen. Am Ende gibt es keinen Helden, der die Welt rettet. Die Überlebenden ziehen sich in den Süden zurück, paradoxerweise über die mexikanische Grenze, die die Amerikaner sonst gerne dicht machen. Ein Happy End ist das nicht: Die Katastrophe, sagt Emmerich, lässt sich nicht aufhalten. Das ist eine fast schon subversive Botschaft, die den Politikern sicher nicht gefallen wird.

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