Deutsche Filme in Cannes
Cocktails, Strand und kein Weg in den Hauptwettbewerb

Cannes ist ein schwieriges Pflaster für deutsche Filme. In diesem Jahr schaffte es keiner in den Hauptwettbewerb. Der mangelnde Erfolg liegt aber weder an zu wenig Engagement, noch an zu wenig Qualität.
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CannesDer deutsche Film hat es schwer in Cannes und das ist schon seit langem so. Ab und zu kommt mal ein Werk in den offiziellen Wettbewerb um die Goldene Palme. In diesem Jahr schaffte es kein deutscher Film, nur ein deutschsprachiger Film, „Michael“ von dem Österreicher Markus Schleinzer. Der einzige deutsche Film „Halt auf freier Strecke“ von Andreas Dresen läuft nur in der Nebenreihe „Un Certain Regard“.

Auf dem deutschen Filmfest von der Filmvermarktungsagentur „German Films“, das jedes Jahr stattfindet, war die deutsche Präsenz oder fehlende Präsenz im Wettbewerb Thema. Trotzdem herrschte beste Stimmung am Strand des Luxushotels „Majestic“, an den der deutsche Film zum Cocktail abends ab 22 Uhr eingeladen hatte. Die wichtigsten Vertreter der deutschen Filmbranche waren erschienen, von Kulturstaatsminister Bernd Neumann über Berlinale-Chef Dieter Kosslick bis zu den Filmproduzenten Stefan Arndt von X Filme und Martin Moszkowicz von Constantin Film. Früher, als es noch keine Krise gab, wurde das Fest immer mit einer Grillparty oder einem üppigen Buffet in einer Villa in den Bergen über Cannes gefeiert. Heute ist alles bescheidener.

Neumann erklärte bei dem Abend gegenüber dem Handelsblatt: „Der Film von Andreas Dresen hätte in den offiziellen Wettbewerb gehört, er würde viele Filme, die hier im Wettbewerb laufen, in den Schatten stellen. Aber Deutschland ist auch so sehr erfolgreich, vor allem auf dem Filmmarkt in Cannes.“ Gespräche auf dem „Marché du Film“ mit deutschen Produktionen hätten ergeben, dass das 64.

Filmfestival von Cannes für den deutschen Film ein gutes Jahr ist. Er lasse sich viel besser vermarkten als vor zehn Jahren. Zahlen gab es aber noch keine. In seiner Rede auf dem Filmfest ließ er auch noch wissen: „Es ist wichtig, dass wir den Filmförderfonds, der an sich bis 2012 begrenzt ist, mindestens in gleicher Höhe fortsetzen.“ Die Aussicht auf eine Verlängerung des Deutschen Filmförderfonds (DFFF), der jährlich 60 Millionen Euro zur Verfügung stellte, dürfte die Filmschaffenden beruhigen.

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  • Also:
    Es liegt nicht an zuwenig Engagement, auch nicht an zu geringer Qualität, daß Deutschland unter "ferner liefen" läuft.

    Aber an was liegt es denn dann ?

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