Die besten Filme 2014
Eine Nymphomanin, geldgeile Wölfe und Hobbits

Das Film-Jahr 2014 war überragend. Statt einfallslosen Sequels lieferten die Studios einen neuen Kracher nach dem anderen. Zu sehen gab es einen gierigen Wallstreet-Wolf, Beschützer der Galaxie und eine Sexbesessene.
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DüsseldorfDas Film-Jahr 2014 geht mit einem Donnerschlag zu Ende: Der letzte Teil der „Hobbit“-Trilogie erobert gerade die Kinoleinwand. Es ist ein guter Film geworden, jedoch bei weitem nicht der Beste in 2014. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Reise durch das Film-Jahr 2014. Schon der Januar startete mit einem der größten Kracher überhaupt...

Januar: The Wolf of Wallstreet

Denn da eroberte direkt einer der erfolgreichsten Filme des gesamten Jahres die Leinwand. Nach „Gangs of New York“, „Aviator“, „Departed“ und „Shutter Island“ lieferte das Erfolgsduo Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese mit „The Wolf of Wallstreet“ bereits sein fünftes Meisterwerk ab. Der Film basiert auf dem Leben des Bankers Jordan Belfort, der bereits als junger Mann durch Aktienbetrügereien zum Millionär wurde. Das Geld nutzt er, um seinen exzessiven Lifestyle, bestehend aus Drogen, Partys und Frauen zu finanzieren. Bis ihm irgendwann das FBI auf die Schliche kommt. In „The Wolf of Wallstreet“ liefert DiCaprio eine großartige schauspielerische Leistung ab, die ihn zurecht auf den Oscar als bester Hauptdarsteller hoffen ließ. Am Ende wieder einmal vergeblich.

Das Werk von Martin Scorsese ist eine einzige Party auf Speed, über drei Stunden wird alles eigentlich nur noch abgedrehter. So hat der Film nicht wirklich eine Botschaft, unfassbar unterhaltend ist er dennoch zu jeder Minute. Alleine in Deutschland gingen knapp 2,4 Millionen Zuschauer dafür ins Kino.

Februar: Nymphomaniac

Im Februar starteten gleich mehrere Filme, an die man sich auch noch in ein paar Jahren erinnern wird. So zum Beispiel an „Nymphomaniac“, der Abschluss von Lars von Triers „Depressions“-Trilogie. Nach „Antichrist“ und „Melancholia“ kann Hauptdarstellerin Joe (Charlotte Gainsbourg) nur auf eine Weise zumindest kurzzeitig Glück verspüren: durch immer neue Sexpartner. Dabei kennt Regisseur Lars von Trier keine Tabus, der Film bietet einige explizite Szenen. Davon sollte man sich jedoch nicht blenden lassen. Nymphomaniac ist ein tiefgründiges, analytisches Drama. Sex dient darin als künstlerisches Vehikel: Joe kann sich in einer immer schnelllebigeren Welt niemandem mehr so ganz öffnen, sondern braucht immer wieder das neue, aufregende Moment.

Für das Projekt konnte Lars von Trier zahlreiche Stars begeistern. Stellan Skarsgård, Shia LaBeouf, Christian Slater, Jamie Bell, Uma Thurman, Willem Dafoe und mehr sind dabei.
Der Film nimmt sich Zeit: vier Stunden dauert „Nymphomaniac“. In Deutschland wurde das Werk daher in zwei Parts aufgeteilt. Künstlerisch macht das wenig Sinn. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich den Film in einem Durchgang anschauen. So wirkt das Gesehene noch viel mehr. Es lohnt sich.

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