Die Blauen beziehen das Publikum in ihre Show ein
„Blue Man Group“ will Berlin erobern

Aus einem winzigen New Yorker Off-Theater haben sich drei Performance-Künstler in knapp zehn Jahren bis in eines der größten Theater in Las Vegas gekämpft. Jetzt wollen die "blauen Männer" Berlin und Europa mit ihrer außergewöhnlichen Show erobern.

HB BERLIN. Sie ziehen Millionen Zuschauer an, werben auf riesigen Plakaten für den Chip-Hersteller Intel und platzieren ihre CDs in den Charts. Mit ihrer Berliner Show im Theater am Potsdamer Platz, der ersten außerhalb der USA, wollen die „Blue Man“ von Sonntag (9.5.) an jetzt auch Europa erobern.

Auf der Bühne sprechen die drei schwarz gekleideten Männer mit den leuchtend blau geschminkten Gesichtern kein Wort. Stumm, aber nicht leise entdecken sie ihre Umwelt. Mit Trommeln und aus Industrieröhren hergestellten Instrumenten erzeugen sie eine Art Rockmusik, die sogar das 1 200 Plätze fassende Luxor-Theater in Las Vegas füllt. Sie werfen mit Farbbällen, fangen sie mit dem Mund auf und spucken die Farbe auf Leinwände. Die Zuschauer in den vorderen Reihen tragen durchsichtige Plastikfolien, um sich gegen die spritzende Farbe zu schützen.

Die Besucher, die in Las Vegas bis zu 90 Dollar Eintritt bezahlen, sind auch sonst Teil des Spektakels. Die „Blue Man“ betasten die Menschen im Zuschauerraum wie Außerirdische. Sie schieben einem Mann eine kleine Kamera in den Mund, deren Bild auf eine Großleinwand übertragen wird. Bereitwillig lassen sich Einzelne aus der Menge auf die Bühne holen. Ein Mann wird in einen weißen Overall gesteckt und mit Farbe beschmiert. An den Füßen pendelnd muss er als lebender Pinsel herhalten. Erinnerungen an frühere Aktionskunst sind gewollt. Ernst genommen wird sie nicht mehr.

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