Die Darsteller sind glaubwürdig
Auf Abwegen

Für einen neuen Imax-Film befuhr ein Kamerateam den Nil von seiner Quelle bis zur Mündung – im Schlauchboot.

Das Leben schreibt die besten Geschichten. Wer’s nicht am eigenen Anekdotenschatz merkt, muss nur einen Blick ins Fernsehheft werfen: Dokumentationen sind beliebt, seit das Genre neue Wege geht. Belehrfernsehen war gestern. Heute verbinden die Sender dokumentarische Aufnahmen und inszenierte Spielszenen zu spannender Fernsehunterhaltung.

Warum also sollte man sich bei so viel TV-Angebot seine Dosis verfilmtes Wissen in einem Imax-Kino abholen? Für den Imax-Profi Mark Krezien ist das keine schwierige Frage: „Weil man nirgendwo sonst so nah an das herankommt, was ein anderer erlebt.“

Imax-Filme sind die Mutter des Dokutainments. Lange bevor der Mix aus Geschichte und Geschichten im Pantoffelkino populär wurde, setzte die Filmbranche damit Maßstäbe. Der Name ist Programm: Imax steht für „Images Maximum“ – maximale Bilder. In Kinos wie dem Berliner „Discovery Channel Imax- Filmtheater“ hat das Publikum das Gefühl, mitten im Filmgeschehen zu sein. 1 000 Quadratmeter Projektionsfläche, steile Sitzreihen und gestochen scharfe Bilder sorgen für ein optisches Erlebnis, das selbst die größten der herkömmlichen Kinos nicht bieten können, ganz zu schweigen vom heimischen Fernseher.

Zur spektakulären Technik kommen spektakuläre Bilder. Typische Imax-Filme spielen auf dem „Everest“ oder im Weltall mit Blick auf die Erde und richten sich an die ganze Familie. Sie verwöhnen die Augen mit ungewöhnlichen Kamerapositionen und Motiven, die man in dieser Qualität noch nie sah.

Für Nachschub sorgen Fachleute wie Mark Krezien. Eigentlich wollte der 56 Jahre alte Amerikaner Diplomat werden. Doch die Liebe zum Film war stärker. Erst machte er Dokumentationen, dann Musikvideos für Michael Jackson. Seit acht Jahren widmet er sich Imax-Filmen. Daher ist er Superlative gewohnt. Der Imax-Film als solcher folgt stets dem Gesetz von „höher, schneller, weiter“. Doch die gerade endenden Dreharbeiten für „Das Geheimnis des Nils“, die Krezien organisierte, trieben das Prinzip auf die Spitze. Die Koproduktion der renommierten US-Firma MacGillivray/Freeman und der spanischen Orbitamax erzählt von Wissenschaftlern und Outdoor-Experten, die den Nil von der Quelle bis zum Meer mit dem Schlauchboot bezwingen.

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