Die Galerien zeigen ihr Potenzial und locken die Sammler mit einem koordinierten Programm
Hamburg macht Schluss mit dem einsamen Wurschteln

Schon länger hätte Hamburg mit seiner ansehnlichen Zahl renommierter Galerien punkten können. Doch da tat sich nichts in Deutschlands wirtschaftsmächtiger Stadt. Jeder wurschtelte vor sich hin. Ein gemeinsames Marketingkonzept – Fehlanzeige.

HAMBURG. Ein gemeinsames Marketingkonzept – Fehlanzeige. Nur über einen gemeinsamen Flyer erschloss sich die reich gefächerte Händlerszene. Nun ist es der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Galerien erstmals gelungen, 35 etablierte Kunsthandlungen zu einem gemeinsamen Galerienwochende (3. bis 5. 9.) mit langen Öffnungszeiten, Lesungen, Künstlergesprächen und anspruchsvollen Führungen zu motivieren.

Unter dem Label „Der rote Punkt“, der in der Branche gewöhnlich neben einem verkauften Werk klebt, können sich die Besucher in der Innenstadt, an der Aussenalster und an der Elbe mit ganz unterschiedlichen Positionen vertraut machen: etwa mit dem kraftvollen Gestus des Cobra-Künstlers Gust Romijn (Brockstedt), den delikaten an Raum und Architektur orientierten Wandobjekten von Jo Schöpffer (Elke Dröscher) bis hin zur freiwilligen, einwöchigen Einzelhaft des Hamburger Künstlers Patrick Rieve in einer selbst gebauten Zelle (Galerie für Landschaftskunst) und Chansons über schräge Frauengestalten (KeramiKonzentrat).

Information und einen virtuellen Rundgang bietet die von der Kulturbehörde spendierte Website www.galerien-in-hamburg.de. Drei Kunsthistoriker begleiten am Samstag, den 4.9. von 12 bis 20 Uhr angemeldete Besucher in drei Routen zu jeweils einem Dutzend Galerien (Buchung: über eMail: guided- tours@t-online.de).

In anderen Städten wie Köln oder Frankfurt sind gemeinsame zeitliche Auftritte der Galerien ein gut eingeführtes Modell, wenn nicht Tradition. In Hamburg sieht man nun die Notwendigkeit, sagt Galeriensprecherin Renate Kammer, „an einem Strang zu ziehen, um veränderten Ansprüchen von Sammlern und solchen, die es werden wollen zu begegnen“.

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