Kultur + Kunstmarkt
Die großen Coups von Kunstganoven

Alarmanlagen oder Wachpersonal - selbst bei massiven Sicherheitsvorkehrungen gelingt es Ganoven immer wieder, Gemälde von schier unschätzbarem Wert zu ergaunern. Die Beute ist auf dem legalen Kunstmarkt kaum abzusetzen. Die spektakulären Fälle der vergangenen zehn Jahre.

August 2003: Auf Schloss Drumlanring in Südschottland geben sich zwei Diebe als Besucher aus und stehlen das Ölgemälde „Madonna mit der Spindel“ von Leonardo da Vinci. Die Ganoven entkommen mit dem Bild im Schätzwert von bis zu 56 Millionen Euro.

April 2002: Mindestens drei Diebe dringen in das Berliner Brücke- Museum ein und stehlen neun Werke der Expressionisten Erich Heckel, Emil Nolde, Ernst-Ludwig Kirchner und Max Pechstein. Die Gemälde werden im Mai in einer Berliner Wohnung sichergestellt. Einer der Diebe wird zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt.

August 2001: Aus dem Haus einer spanischen Milliardärin rauben vier maskierte Männer 19 Gemälde bekannter Maler. Die Werke von Francisco de Goya, Pieter Breughel oder Camille Pissarro werden bis September 2002 sichergestellt.

Dezember 2000: Drei schwer bewaffnete Gangster rauben aus dem Nationalmuseum in Stockholm drei Ölgemälde - einen Rembrandt und zwei Werke von Auguste Renoir. Die Täter versuchen, ein Lösegeld für die Bilder zu erpressen. Ab Januar 2001 werden mehrere Verdächtige festgenommen.

Januar 1999: Im Kunstmuseum Nivaagaard in Kopenhagen nehmen zwei Männer völlig ungesicherte Gemälde von Rembrandt und Giovanni Bellini von der Wand und flüchten. Nach Tipps aus internationalen Kunstkreisen werden die Werke im August 1999 sichergestellt. Die Ganoven und Helfer werden gefasst.

Oktober 1994: Mehrere Gauner brechen in eine private Kunstgalerie in Zürich ein und stehlen acht wertvolle Werke von Pablo Picasso. Die vier Diebe werden 1996 gefasst und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Kunstwerke bleiben über Jahre verschollen.

Februar 1994: Bei einem 50 Sekunden dauernden Coup stehlen zwei Diebe aus der Nationalgalerie in Oslo eine zweite Version von Edvard Munchs „Der Schrei“. Das legal als unverkäuflich geltende Gemälde wird fast drei Monate später unversehrt sichergestellt. Der Haupttäter wird zwei Jahre nach dem Coup zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%