Diskussion um Bauzaun verdrängt das Happening
Dr. Motte hält Loveparade-Kritiker für Spießer

Der Gründer der Berliner Loveparade, Dr. Motte, hat den Kritikern des am Samstag zum 15. Mal stattfindenden Techno-Umzuges „Spießertum und Vorgärtnertum“ vorgeworfen.

Reuters BERLIN. Anstatt über die Musik und die Philosophie der Parade werde in der Öffentlichkeit nur über einen Bauzaun diskutiert, der in diesem Jahr erstmals die Parkanlage Tiergarten von Müll und Schwarzhändlern freihalten soll, sagte Dr. Motte am Freitag in Berlin. Kritiker hatten die Sicherheit des 4600 Meter langen Zauns bezweifelt und darauf verwiesen, dass Besucher sich daran verletzen könnten. Ein Polizeisprecher sagte allerdings, es bestehe keine Gefahr.

In Berlin wolle offenbar niemand die Loveparade, sagte der Discjockey weiter. Die Berliner Discjockey-Szene lästere über die Veranstaltung. Dagegen werde die Parade international als „Beitrag für den Weltfrieden“ betrachtet. „Die ganze Welt außer Deutschland und Berlin erkennt die Qualität der Loveparade“, sagte Dr. Motte. Die Parade habe das Image Berlins in der Welt geprägt.

In der Vergangenheit ist die Parade wiederholt als zu kommerziell kritisiert worden. Umweltorganisationen und Anwohner hatten zudem auf Schäden hingewiesen, die die Raver im Tiergarten verursacht hätten. Die Loveparade zieht alljährlich Hunderttausende Besucher an.

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