Documenta
Probleme mit der Natur-Kunst

Auf der documenta in Kassel blühen bislang weder Reis noch Mohn: Das Reisfeld des thailändischen Künstlers Sakarin Krue-On kann nicht wie geplant angebaut werden. Gescheitert ist das Projekt aber deshalb noch lange nicht.

HB KASSEL. Die Ausstellungsleitung bestätigte am Mittwoch, dass es „massive Bewässerungsprobleme“ gibt. Auch auf dem „Mohnfeld“ der kroatischen Künstlerin Sanja Ivekovic mitten in der Kasseler Innenstadt sind statt roter Blüten nur wenige kleine grüne Pflänzchen zu sehen.

„Das Projekt ist aber keineswegs gescheitert. Sakarin ist völlig gelassen, auch wenn er jetzt wohl von Nassreis auf Trockenreis umstellen muss“, sagte documenta-Sprecherin Catrin Seefranz. Das Projekt des Künstlers, auf 7000 Quadratmetern den Hang vor dem klassizistischen Schloss Wilhelmshöhe in Terrassen zu verwandeln und Reispflanzen zu säen, gilt als größtes Kunstwerk der derzeitigen 12. documenta. Nach Worten der Sprecherin sollen Gutachter jetzt klären, welches das beste Bewässerungssystem ist. „Die Variante mit dem Nassreis passt nicht zu einem Hang wie dem vor dem Schloss, der vor 300 Jahren künstlich aufgeschüttet worden war.“ Das Projekt gehe aber auf jedem Fall weiter. „Einige Pflanzen haben die vergangenen Wochen nicht überstanden, aber das ist normal. Der Künstler wird auch weiter darauf achten, traditionelle Anbaumethoden zu nutzen.

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